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Ausgedehnte Deutschland-Tournee zum Bühnenjubiläum / Konzert in Hannover

Kunze tourt mit neuer Verstärkung und blickt auf 30 Jahre Pop zurück

Hannover. Unumstritten ist er nie gewesen, das hat damit zu tun, dass Heinz-Rudolf Kunze ganz nach Oberlehrerart (wie er es an der Uni gelernt hatte) vor allem in den achtziger Jahren im deutschsprachigen Rockgenre alles besser zu wissen glaubte. Klugscheißen kam da aber nicht so gut an. Außer „Dein ist mein ganzes Herz“ hat er aber kaum Hits verbuchen können. Und dass Kunze einst vorgab, sich an Pete Townshend (The Who) orientiert zu haben, muss ein Irrtum gewesen sein. Pete Townshend ist ein Rockmusiker.

veröffentlicht am 25.02.2011 um 12:08 Uhr

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So weit, so gut. Die Wogen haben sich ja geglättet, Kunze ist nicht mehr streitsüchtig und macht neben seinen Popplatten auch Lyrisches, hat zudem großen Erfolg mit Musicalbearbeitungen. Sein Nichtfestlegen auf ein bestimmtes Genre ist vielleicht die größte Stärke, die er vorzuweisen hat und die ihm sein 30-jähriges Bühnenjubiläum beschert, dass er mit Verstärkung auf einer Tournee ab April angeht. „Die Gunst der Stunde“ heißt das Motto. Am Donnerstag, 7. April, führt es Kunze & Co. ins Capitol in Hannover (Schwarzer Bär 2). Beginn ist um 20 Uhr, Einlass um 19 Uhr, und Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf (siehe Hinweis „Ticket-Service“ im Veranstaltungskalender).

„Die Gunst der Stunde“ ist eine Rückbesinnung auf alte Stärken seiner Truppe. Im Mittelpunkt stehen Songs wie „Lola“, „Mit Leib und Seele“ oder auch „Finden Sie Mabel“ Sie machten Kunze in den achtziger und frühen neunziger Jahren zu einem erfolgreichen Musiker, der sich im Spannungsfeld von Rockmusiker und Liedermacher bewegte, was nicht als Mangel gewertet werden soll: Kunzes Texte sind zuweilen von herausragender Präsenz. Zur Verstärkung hat Heinz Rudolf Kunze wieder langjährige Mitstreiter und gestandene Profis der Musikszene engagiert. Auf seiner Jubiläumstournee wird er begleitet von Jörg Sander, der unter anderem schon Gitarre für Udo Lindenberg und Fury In The Slaughterhouse spielte, Leo Schmidthals (Bass für Selig, Udo Lindenberg, Fury In The Slaughterhouse, Joachim Witt), Jens Carstens (Schlagzeug; Rosenstolz, Rolf Zuckowski, Udo Lindenberg), Matthias Ulmer (Keyboard) und Zoran Grujovski. Der Kartenvorverkauf ist frisch angelaufen.



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