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Müsste bis zum 31. Dezember dieses Jahres gebaut sein / Warten auf Gutachten

Kunstrasen auf der Burgfeldsweide - "Quantensprung für den Sport"

Rinteln (la). Die geplante Bebauung des Steinangers und die damit verbundene Auslagerung der dort ansässigen Vereine ist auch Thema der Jahresversammlung des SC Rinteln am Montagabend gewesen.

veröffentlicht am 07.03.2007 um 00:00 Uhr

Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz nannte drei Gründe, die für die Bebauung sprechen. Es sei eine Reaktion auf den demografischen Wandel, der Jugend- und Seniorensport des SC müsse an einer Sportstätte zusammengeführt werden, und nur der Verkauf des Steinangers würde den Bau zukunftsweisender Sportstätten ermöglichen. "Wir mussten uns oft sagen lassen, dass sich der SC-Vorstand nicht genug für den Erhalt des Steinangers eingesetzt hat", sagte der Vorsitzende des SC Rinteln, Michael Box. Das sei nicht so. Das Ziel des Vereins sei es, Jugendliche und Herrenmannschaften zusammenzuführen. "Dazu benötigen wir bei 270 Jugendlichen drei Plätze." Der A-Platz am Steinanger sei nur bei schönem Wetter bespielbar. "Wir haben der Stadt daher ein Konzept für einen dritten Platz mit Kunstrasen eingereicht. Das konnte die Stadt allerdings nicht finanzieren." Man hätte sich daraufhin zurückziehen oder eine Bürgerinitiative gründen können. "Aber das haben wir nicht getan", so Box. Der SC habe "Plan B" in Angriff genommen und Pläne für einen Umzug zur Burgfeldsweide erstellt - mit drei Rasenplätzen plus Flutlichtanlagen, einem Sportheim und einem Sanitärtrakt. Zunächst habe es aus der Politik keine Kritik gegeben. "Aber dann hat doch wieder jemand ein Haar in der Suppe entdeckt", so Box. Der aktuelle Stand sei folgender: Die Stadt warte derzeit auf das Ergebnis des Hochwassergutachtens und damit auf die Klärung der Frage, ob am Steinanger überhaupt eine Bebauung möglich ist. "Wenn das so ist, ziehen wir um", stellte Box klar. Auf der Burgfeldsweide würden dann zwei Rasenplätze und dazwischen ein Kunstrasenplatz angelegt. "Der Kunstrasenplatz ist finanziell machbar, weil das Land im Rahmen des kommunalen Sportstättenbaus einen Zuschuss von 30 Prozent gewährt", so Box. Das Projekt müsse dazu aber bis zum 31. Dezember 2007 abgeschlossen sein. "Das bedeutet, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden muss". Das Sportheim würde zwar nicht auf dem Wunschplatz aufgestellt, sondern in der Nähe des Platzes mit der Aschenbahn, "aber damit könnten wir leben". "Ein Kunstrasenplatz wäre ein Quantensprung und eine zukunftsweisende Investition für die Stadt und den gesamten Fußballsport", betonte der Vorsitzende des SC-Förderkreises, Klaus Peters. Aus der CDU-Fraktion war zu hören, dass das Hochwassergutachten voraussichtlich Ende März vorliegen soll. "Das kann ich nicht bestätigen", sagte Buchholz. Es brauche eben etwas Zeit, um ein Gutachten zu erstellen, das später juristischen Anfechtungen Stand halten soll.



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