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68. Kunstausstellung in der Wandelhalle des Rehazentrums Bad Eilsen / Collagen, Acrylbilder und Speckstein zu sehen

Kunst kommt an: Ausstellung ein Jahr lang ausgebucht

Bad Eilsen (mig). "Farben, Formen, Fantasie": Specksteinarbeiten, Acrylmalerei und Collagen sind derzeit in der Wandelhalle des Rehazentrums Bad Eilsen ausgestellt. Zur Eröffnung der inzwischen 68. Kunstausstellung kamen rund 70 Gäste in die Wandelhalle, um die Arbeiten von Edith Bobe, Karin Frese und Liselotte Dehler-Schmahl in Augenschein zu nehmen und Querflötenmusik von Anja Sledkova zu hören.

veröffentlicht am 20.06.2007 um 00:00 Uhr

Blumen als Dankeschön: Edith Bobe (oben eine ihrer Arbeiten), Ka

Im Rahmen der Vernissage kündigte Dr. Udo Kressin, langjähriger Ausstellungsleiter, seinen Rückzug für das nächste Jahr an. Dr. Kressin, der im nächsten Jahr pensioniert wird, stellte vor allem die positive Bilanz der heimischen Kunst-Schau heraus: "Die Ausstellungen erfreuen sich eines regen und dauerhaften Zuspruchsund sind aus dem Kulturgeschehen Bad Eilsens nicht mehr wegzudenken", machte er in einer kurzen Ansprache deutlich. Auch von den Künstlern wird die seit 1996 sechs Mal im Jahr stattfindende Ausstellung angenommen. Die Wandelhalle ist bis in den nächsten Sommer ausgebucht. Für diese Ausstellung hatte Dr. Kressin drei Künstlerinnen aus Schaumburg eingeladen - Karin Frese (Acrylmalerei), Liselotte Dehler-Schmahl (Speckstein-Skulpturen) und Edith Bobe (Collagen und Mischtechnik). Liselotte Dehler-Schmahl (Obernkirchen) arbeitet schon seit drei Jahren mit dem Material Speckstein. "Ich frage mich bei jedem neuen Stein "was ist da drin?", erläuterte sie ihr Vorgehen. Ihre Stücke sind oft gegenständlich - die Thematik reicht von aztekischen Papageienköpfen bis zur Menschenskulptur. Neben der Arbeit mit dem Speckstein hat Frau Dehler-Schmahl auch lange Zeit als Fotografin gearbeitet. Karin Frese aus Ahnsen beschäftigt sich seit 13 Jahre mit Malerei und arbeitet überwiegend abstrakt. Ihre Impressionen sammelt sie vorwiegend im Freien, ihre Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit Licht- und Farbeindrücken. Die meisten Bilder von Frau Frese haben keinen Titel und überlassen es dem Betrachter, eigene Vorstellungen zu entwickeln. Für Edith Bobe (Haverbeck bei Hameln) beginnt der künstlerische Schaffensprozeß schon sehr früh - sie sammelt scheinbar wertlose Gegenstände und fügt sie in einer Collage zusammen. Durch Schneiden, Reißen und Bemalen der Fundstücke mit Aquarell- oder Acrylfarben bekommen "hässliche" und "wertlose" Dinge eine neue Bedeutung, werden Kunst. Die Fundstücke hat sie teilweise von Reisen quer durch Europa, Asien und Mittelamerika mitgebracht, viele Dinge findet sie aber auch an Gehwegen, Straßen und Stränden. Die 68. Kunst-Ausstellung "Farben-Formen-Fantasie" des Rehazentrums Bad Eilsen findet in der Wandelhalle bis zum 29. Juli statt und ist täglich von 6 bis 22 zugänglich.

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