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Bürgermeister: Die Werke sind für einen Abend zu schade / Brüggemann: Interessante Kontraste

Kulturnacht beschert Stadt Kurzzeit-Galerien

Bückeburg (bus). Eine Woche bevor am 12. September Bückeburgs vierte "Lange Nacht der Kultur" die Pforten ihrer 31 Veranstaltungsorte öffnet, sind dem Publikum am Freitag vier Kunstausstellungen zugänglich gemacht worden. "Diese Werke nur an einem Abend zu zeigen, wäre viel zu schade", betonte Bürgermeister Reiner Brombach während eines Rundgangs durch die Kurzzeit-Galerien.

veröffentlicht am 08.09.2008 um 00:00 Uhr

Dieter Stahlhutüberrascht im Eckhaus Braustraße/Sablé-Platz mit

Als Präsentationsstätten der jeweils bis zum 12. September zu besichtigenden Kollektionen dienen das Eckhaus Braustraße/Sablé-Platz, die Geschäftsstelle des Arbeiter Samariter Bundes (ASB, Braustraße 5), das Hubschraubermuseum und das Stadthaus 1. Beteiligt sind die Kunstschaffenden Anka Knechtel und Dieter Stahlhut, die Initiative "Alle unter einem Dach" und Dr. Klaus Zastrow, Elke und Simone Neufing sowie Rolf Heinrich Troeder und Bernhard Schoppmann. "Der Besuch lohnt sich in jedem Fall", erkannte Brombach als er mit dem Zitat "Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele" auf die reinigende Kraft des schöpferisch-ästhetischen Gestaltens aufmerksam machte. Knechtel und Stahlhut zeigen am Sablé-Platz Malerei und Skulpturen. Wobei der zuletzt als Metallgestalter reüssierende Stahlhut mit einigen Bildern überrascht. "Die haben knapp zehn Jahre auf Halde gelegen", erläuterte der Warberaner. Knechtel steuert Gedichtbände, Flaschengedichte und Lyriklesungen bei. Beim ASB begegnen die zumeist von üppiger Farbgestaltung geprägten Exponate des für Jugendliche ausgeschriebenen "Dach"-Wettbewerbs "Wurzeln in der Fremde - in Bückeburg zuhause" satirischen Kleinformaten von durchgängigem Schwarz-Weiß-Charakter. "Das ruft interessante Kontraste hervor", sagt Albert Brüggemann, in dessen Händen die organisatorischen Fäden der Kulturnacht zusammenlaufen. Weniger kontrastreich präsentiert sich die Schau von Elke und Simone Neufing im Hubschraubermuseum. Was Kenner nicht in Erstaunen versetzt - die Malerinnen sind Mutter und Tochter. "Das Malen ist trotz einiger Kurse für uns reines Hobby geblieben", legte Simone Neufing dar. Dennoch stecke in allen Bildern viel Zeit und Liebe zum Detail. Die Vorliebe der Mutter für Blumiges und Landschaften liege wohl in deren zweitem Hobby, der Gärtnerei, begründet. Im Stadthaus 1 trifft ein figürlich arbeitender Bildhauer auf einen dem Abstrakt-Expressiven verpflichteten Bildgestalter. Schoppmann kam über die Obernkirchener Bildhauer-Symposien "zum Stein". Die Möglichkeit, unterschiedlichste Künstler während des Schaffens zu erleben, habe 2003 den Zwang entstehen lassen, selbst am Gestein zu arbeiten, schilderte der im früheren Berufsleben als Dipl-Ing. beschäftigte Amateur. Troeder, dessen Großformate während des Eröffnungsrundgangs auf großes Interesse stießen, lieferte gleich drei Erläuterungen seiner Bildinhalte. Die unter dem Motto "Farb-Feuer" gezeigten Werke stellten "Geschichten in Farben", "konservierte Stimmungslagen" und "verdichtete Ideen" dar. Weitere im Rahmen der Kulturnacht konzipierte Dauerausstellungen bieten die Ateliergemeinschaft Bückeburg (Herminenstraße 29, 5. bis 12. September), "Die Brille" (Obertorstraße 1b, Stefan Schubert: Facetten der Fotografie, 12. bis 20. September), die Herder-Apotheke (Herderstraße 1, Sigrun Finke-Wöhrmann: Paradiesvögel, 5 bis 12. September) und die Villa Rosenfeld (Ulmenallee 24, ein ganzes Haus voller Bilder, 5. bis 12. September).

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