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Ausstellung im Krankenhaus zeigt die Welt des "Raine"-Schuhs

Kulturgeschichte des Schuhs - 240 Exponate im Mini-Format

Bückeburg (mig). Klein aber fein: Eine Ausstellung von Mini-Schuhen der amerikanischen Künstlerin "Raine" im Krankenhaus Bethel wird wegen des großen Interesses bis Pfingsten verlängert. Vor allem Frauen schauen sich die kleinen Fetische gerne an, gesammelt wurden die Exponate von Klinikmitarbeiterin Brigitte Preyer.

veröffentlicht am 09.05.2007 um 00:00 Uhr

Sammlerleid: So ein "Hand-Schuh" kostet 20 bis 25 Euro. Foto: mi

Die Liebe zu den Minischuhen hat für Preyer begonnen, als sie selbst aus gesundheitlichen Gründen keine Mode-Schuhe mehr tragen konnte. "Da haben mir meine amerikanischen Freunde aus Mitleid die kleinen "Raine"-Schuhe geschenkt", erzählt Preyer, die damals im Süden der USA lebte. Das ist inzwischen neun Jahre her und die Sammlung der Heeresflieger-Gattin auf immerhin 240 Schuhe angewachsen. Jedes Exponat erzählt eine eigene Geschichte - es gibt den Feuerwehrstiefel im Gedenken an den 11. September 2001, aber auch den modischen Plateauschuh "Mardi Gras". Dass die Ausstellung aber nicht nur den weiblichen "Schuh-Trieb" befriedigt, wird an der Vielfalt der Exponate deutlich. In den Vitrinen ist eine ganze Kulturgeschichte des Schuhs zu besichtigen, rund 300 Jahre umfasst die ausgestellte Zeitspanne. Neben Schuhen aus dem 17. Jahrhundert finden sich hier auch detailgetreue Kopien bekannter Mode-Schuhe und sogar Starsandalen. "Es gibt aber auch Modelle aus imitierten Pythonleder und Bikerboots", erzählt Preyer. Ganz billig sind die "rechten Schuhe" von "Just The Right Shoe" allerdings nicht: "Ich lasse mir die Modelle oft schenken, immerhin kosten sie zwischen 20 bis 25 Euro, seltene Editionen auch mehr." Besonders begehrt sind die Ausgaben für "Raine"-Clubmitglieder, vor allem, wenn die Kartons vorhanden sind. "Die könnte ich alle auf einen Schlag gebrauchen", meint Ursula Reimann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Krankenhauses, "ich bin wirklich begeistert von der Sammlung." Damit noch mehr Besucher die Möglichkeit haben, die Schuhe zu sehen, wird die Ausstellung um drei Wochen verlängert.



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