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Jubiläum: Bückeburger Reservistenkameradschaft EHR besteht seit 25 Jahren

Kürzung der Versorgungsbezüge und Kasernenschließung trüben Stimmung

Bückeburg (mig). Zum Jubiläum der Bückeburger Kameradschaft ehemaliger Soldaten, Reservisten und Hinterbliebenen (ERH) im Deutschen Bundeswehrverband e.V. hatte der erste Vorsitzende Hans-Werner Ballin Gäste und Mitglieder in das Offizierskasino der Jägerkaserne geladen. Die Rückschau auf 25 Jahre war allerdings nicht ganz ungetrübt - kritisiert wurde vor allem die Kürzung der Ruhestandsbezüge.

veröffentlicht am 11.05.2007 um 00:00 Uhr

Armin Komander, Bezirksvorsitzender Niedersachsen Südost, macht

Armin Komander, Bezirksvorsitzender Niedersachsen Südost, erinnerte die Mitglieder in seinem Grußwort deshalb auch an die Bedeutung des Bundeswehrverbandes: "Wir merken, dass wir die Einzigen sind, die etwas für uns bewegen, sonst macht keiner einen Finger für uns krumm", mahnte er. Sorgen bereiten dem Bezirksvorsitzenden die Kürzung der Versorgungsbezüge von 75 auf rund 71 Prozent, aber auch die Schließung vieler Kasernen. "Wir müssen Verbindung halten zu den Kameraden im Ruhestand", betonte er, "dort wo das nicht passiert, geht oft etwas schief." In das gleiche Horn stieß auch der Standortkameradschaftsvorsitzende Martin Schulze-Elvert, der eine aktuelle Befragung zum Thema seiner Ausführungen machte. "63 Prozent sehen sich in ihrer Identität als Ruhestandssoldaten von Bundeswehr nicht angemessen gewürdigt, über 50 Prozent würden einem nahen Verwandten nicht empfehlen, in die Streitkräfte einzutreten", machte er deutlich. Wenn jetzt über weitere Kürzung der Bezüge gesprochen werde, könne einem nur "Angst und Bange werden". Eingeladen war auch der stellvertretende Bürgermeister Horst Schwarze, der zusagte, bei der "chronischen Finanznot gut zuzuhören". Schwarze: "Ich hab es so gelernt, dass, wer ordentliche Arbeit macht, auch ordentliches Handwerkszeug benötigt." Der Kommunalpolitiker erinnerte sich dann an seine eigene Zeit in der Bundeswehr - vor 40 Jahren war er als Funker in dieser Kaserne tätig. "Die vielen Vereinigungen für Ehemalige, gerade hier in Bückeburg", wurden dann vom Kommandeur der Lehrgruppe B, Martin Weißenfels, gelobt. "Das hat mich erstaunt, als ich hierher gekommen bin", machte Weißenfels deutlich. Im fürstlichen Kasino wurde dann auch über die Geschichte des Ortsverbandes referiert. Gründungsmitglied Martin Juhrich (ebenfalls anwesend Gründungsmitglied Martin Walch) erinnerte an den 2. Mai 1982, an dem unter Leitung des damaligen Standortkameradschaftsvorsitzenden Golumbeck die Ortsgruppe des Deutschen Bundeswehrverbandes ins Leben gerufen wurde. Dass bis heute eine "harmonische und gute Arbeit" vorherrsche, machte Juhrich an lediglich vier ersten Vorsitzenden (in 25 Jahren) und einem Zuwachs von cirka 120 auf 329 Mitglieder fest. Im Anschluss fanden Ehrungen statt: Der Vorsitzende Hans-Werner Ballin zeichnete Horst Zierbes (Hauptmann a.D.) für 25 Jahre, sowie Walter Taake (Stabsbootmann a.D.) und Günter Schmudlach (Stabsfeldwebel a. D.) für 50 Jahre Mitgliedschaft aus.



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