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Kirchenkreistag: Region Auetal/Obernkirchen soll Löwenanteil der Einsparungen aufbringen

Kürzung bei Pfarrstellen beschlossene Sache

Landkreis (tes). Der Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg muss sparen. Im Planungszeitraum 2009 bis 2012 besteht dringender Handlungsbedarf in der Region Auetal/Obernkirchen. Folglich hat der Kirchenkreistag beschlossen, hier eine halbe Pfarrstelle zu streichen. Insgesamt sind die Einschnitte nicht so gravierend ausgefallen wie befürchtet. Die bisher positiven Zahlen in den drei anderen Regionen lassen Luft für langfristige Weichenstellungen. Nach 2012 sind weitere Kürzungen zu erwarten.

veröffentlicht am 16.11.2007 um 00:00 Uhr

Superintendent Andreas Kühne-Glaser informierte über die Auswirk

"Ein Abend, der die Zukunft verändern wird", mit diesen Worten hat die Vorsitzende Elisabeth Hesse die Mitglieder des Kirchenkreistages Grafschaft Schaumburg im Nenndorfer Haus der Begegnung auf das zentrale Thema der Sitzung vorbereitet. Der drastische Rückgang der Einnahmen in der Landeskirche Hannover hat zu massiven Kürzungen bei den Zuweisungen an Kirchenkreis und -gemeinden geführt. Strenge Auflagen bei den Personalkosten könnten nur durch Kürzungen der Pfarrstellen erbracht werden, informierte Gerhard Dohmeier vom Finanz- und Planungsausschuss. Die Mittel für Pfarr- und Diakonenstellen sinken demnach von 1,57 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2009 schrittweise auf 1,4 Millionen Euro im Jahr 2012. Die Personalkosten für das Kirchenkreisamt werden um 15 Prozent und die Sachkosten um zehn Prozent gekürzt. Im Vergleich mit anderen Kirchenkreisen kommt die Grafschaft Schaumburg vor erst mit einem blauen Auge davon. Mit einer Ausnahme: Der Region Auetal/Obernkirchen stehen ab 1. Januar 2009 nur noch 3,5 Pfarrstellen zur Verfügung. Mit einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen beschloss der Kirchenkreistag, die Stellenanteile in Hattendorf auf 0,75 zu reduzieren und in Obernkirchen auf 1,75. In Hattendorf könne die Kürzung noch von der "60er-Regelung" kaschiert werden, wonach die Personalkosten für Pastoren, die 60 Jahre alt werden, nur noch zur Hälfte angerechnet werden. In Obernkirchen müssen sich die beiden Pastoren Herbert Schwiegk und Wilhelm Meinberg künftig 1,75 Stellen teilen. Bisher liege seitens der Region noch kein Vorschlag vor, woher die fehlenden Finanzmittel kommen sollen, warnte Dohmeier: "Die Zeit drängt." Obernkirchen/Auetal müsse den Löwenanteil der Einsparungen aufbringen und "Stellenanteile entweder selber finanzieren, oder opfern", erklärte Superintendent Andreas Kühne-Glaser. Die Genehmigung durch das Landeskirchenamt stehe noch aus, hoffte der Obernkirchener Pastor Schwiegk, den Beschluss des Kirchenkreistages aufhalten zu können: "Die Region Auetal/Obernkirchen arbeitet mit Hochdruck an einem Konzept, das weit über das Jahr 2012 hinausgeht."



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