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Kürbis verschlingt Kompostgitter

Bückeburg (bus). Der landläufig (fälschlicherweise) verbreiteten Annahme vom hohen Eisengehalt im Spinat hat Marlies Schumann jetzt ein eindrucksvolles Gegenbeispiel geliefert.

veröffentlicht am 09.10.2007 um 00:00 Uhr

Die Hobbygärtnerin präsentierte uns ein Prachtexemplar von Kürbis, das tatsächlich jede Menge Eisen enthält. Wie der Kaventsmann es indes vollbracht hat, sich ein Teil des Gitters des Komposthaufens "einzuverleiben", ist selbst für die ambitionierte Hobbygärtnerin ein Rätsel. "Ich habe nicht einmal bei der Aussaat geholfen", erklärt sie; die Kriechpflanze sei von selbst gewachsen. Ohne Frage wäre der zehn Kilo wiegende Wonneproppen auf dem Kürbis- und Biofest für einen Sonderpreis gut gewesen. "Dann hätte ich dort aber mitsamt des halben Kompostbergs anrücken müssen", gibt Schumann schmunzelnd zu verstehen. Dass ganze Generationen mit der Mär aufgezogen wurden, Spinat sei gesund, weil er viel Eisen enthalte, beruht übrigens auf einem schlichten Rechenfehler - Linsen, Pfifferlinge oder Petersilie haben wesentlich mehr. Obendrein schließt Spinat viel Oxalsäure ein, die die Aufnahme von Eisen im Darm hemmt.



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