weather-image
Grüner kritisiert nach EWR-Debakel die Tourismus-Aktivität

Künzel: Inhalte der Homepage vom Landkreis "grottenschlecht"

Landkreis (jcp). Der Kreisvorsitzende der Grünen, Thomas Künzel, äußert sich in einer Pressenotiz scharf zu der erneut drohenden Insolvenz der "Erlebniswelt Renaissance" (EWR). Dabei nutzt er auch die Gelegenheit zu recht forscher Kritik am Inhalt der Landkreis-Homepage.

veröffentlicht am 27.05.2008 um 00:00 Uhr

"Wir sind dagegen, in dieses Fass ohne Boden weitere Steuergelder zu versenken", erklärt Künzel mit Bezug auf die EWR-Pleite. Es gehe jetzt "einzig und allein um Schadensbegrenzung". Zum Konzept des Projektes sagt er: "Ein entscheidender Geburtsfehler der EWR ist eine überkandidelte Konzeption mit Allwissenheitsanspruch und äußerst unseriösen Prognosen gewesen. Der Kreis ist hereingefallen auf ein kulturhistorisches Projekt, das die Epoche der Renaissance mit Comicfiguren à la Disney in einem völlig überfrachteten Medienangebot präsentiert." Heimische Fachleute und Museen seien bei der Planung missachtet und dabei die Grundsätze der Verknüpfung von Tradition mit modernen Qualitätsstandards über Bord geworfen worden. Intransparenz und eine auf Abschöpfung öffentlicher Mittel ausgerichtete Selbstdarstellung sind Künzel zufolge in der Wahrnehmung der Bevölkerung zu einer Art Markenzeichen der EWR geworden. Der Landkreis solle in Sachen Tourismusförderung"erst einmal seine Hausaufgaben" machen. Künzel weiter: "In der Vorstellung meiner Heimatgemeinde Nienstädt werden Radfahrer folgendermaßen desinformiert: ,Kaum eine Steigung stört das Vorwärtskommen, eher einmal strammer Westwind, der ungehindert von der Nordsee hereinweht.' "Über Obernkirchen erfahre der Leser, dass "von der Kohle nur der Name Bergstadt geblieben" sei. Auch ansonsten werde Schaumburg als Region "für betont schlichte Gemüter" präsentiert. Künzel wird noch direkter: "Die Beschreibungen der Schaumburger Kommunen auf der kreiseigenen Homepage sind grauenhaft, wahrheitswidrig, grottenschlecht, ja teilweise rufschädigend." Die Grünen setzten sich für "eine sofortige Löschung der Texte" ein. Eine solche "Anti-Werbung" habe Schaumburg nicht verdient. Die Grünen forderten eine professionelle Außenwerbung für den Landkreis, die die Renaissance-Objekte als kulturelles Erbe besonders hervorhebt. "Wenn es gelingt. unseren Landkreis zutreffend und aktuell in seiner Vielfalt darzustellen, ist mit weniger Mitteln mehr gewonnen, als von der EWR je zu erwarten war", meint Künzel.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt