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Kuchenfee will bei der Tortenshow abräumen

Arholzen (gh). Diese Torte braucht nicht lecker sein. Sie muss einfach nur gut aussehen. Und die zweistöckige Hochzeitstorte, die Michaela de Buhr in Arholzen in unzähligen Arbeitsstunden dekoriert hat, ist so gelungen, dass sie nun bei einem bundesweiten Torten-Wettbewerb antreten soll.

veröffentlicht am 23.10.2009 um 19:26 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

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Arholzen (gh). Diese Torte braucht nicht lecker sein. Sie muss einfach nur gut aussehen. Und die zweistöckige Hochzeitstorte, die Michaela de Buhr in Arholzen in unzähligen Arbeitsstunden dekoriert hat, ist so gelungen, dass sie nun bei einem bundesweiten Torten-Wettbewerb antreten soll.
 Michaela de Buhr reist dazu mit Mann und Torte an diesem Wochenende nach Hamburg zur „Tortenshow“, der Messe rund um Motivtorten.
 Dort werden die schönsten Torten in unterschiedlichen Kategorien bewertet, zum Beispiel „Dekorative Festtorten“, „Figuren“ oder „Freestyle Torte“. Der Beitrag aus Arholzen läuft unter „Hochzeitstorte mit zwei oder mehr Etagen“.
 „Ich will gewinnen“, sagt die Arholzer Tortenkünstlerin selbstbewusst. Wie viele Arbeitsstunden sie in ihr zweistöckiges Schmuckstück investiert hat, kann sie schon gar nicht mehr zählen. Für ihre „Dornröschenhochzeit“ hat sie zwei Zuckerfiguren auf einen Burgturm gesetzt, alles mit unzähligen Rosen und Ranken verziert. Sogar einen Wassergraben gibt es, ein Burgtor und einen kleinen Wachhund davor.
 Gestaltet wurde die komplette Dekoration aus dem essbaren Material Fondant, einer formbaren Zuckermasse. „Viele mögen kein Marzipan“, weiß Michaela de Buhr. Die Zuckerhaut, die sehr fest werden kann, lässt viele Farbvariationen zu und kann – mit der nötigen Fingerfertigkeit – sehr filigran geformt werden. „So bekommt die Torte ihr Kleid“, formuliert es Michaela de Buhr. In Deutschland seien Motivtorten noch nicht so bekannt. In anderen Ländern wie Holland zum Beispiel sei der Trend schon größer. „Es gibt nur ganz wenige Frauen in Deutschland, die so etwas machen.“
 Sie selbst widmet sich seit etwa zwei Jahren den Motivtorten. „Ich hab schon immer gerne gebacken“, erzählt die Mutter von drei Kindern. Irgendwann sei sie im Internet auf die sogenannten Fondant-Torten aufmerksam geworden. Was anfangs ein Hobby war, hat sich im Bekanntenkreis schnell herumgesprochen. Mittlerweile hat sie als „Kuchenfee“ ein Gewerbe angemeldet und vor der Handwerkskammer eine entsprechende Prüfung abgelegt.
 Dass sie nun mit ihrem Schmuckstück bei einem bundesweiten Wettbewerb antritt, ist für die 40 Jahre alte Frau eine Premiere.
 Sie ist schon ganz gespannt, was sie und ihr Mann („mein schärfster Kritiker“) bei dem zweitägigen Ereignis in Hamburg erwartet. „Auf jeden Fall werden wir viele Eindrücke und neue Ideen mitbringen“, sagt sie.
 Und nach dem Wettbewerb? Wird die Hochzeitstorte dann auf einer sonntäglichen Kaffeetafel geopfert? Sicher nicht – denn das Innenleben ist nur aus Styropor.



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