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Grünen-MdL Christian Meyer schlägt Alarm: "Unzumutbar"

K+S: Salz per Lkw in die Werra

Landkreis (wm). Noch während am Runden Tisch weiter über eine Lösung der Weserversalzung verhandelt wird (wir berichteten), schafft die Firma K+S neue Fakten: Weil die unterirdischen Speicherräume für die Salzlake erschöpft sind, soll die Salzeinleitung in die Werra ab Mitte dieses Monats noch einmal deutlich erhöht werden. Dann, so die Pläne von K+S, wird das gesamte Salzwasser aus der Produktion mit Lastwagen zur 60 Kilometer entfernten Werra gefahren und dort in den Fluss gekippt.

veröffentlicht am 12.04.2008 um 00:00 Uhr

Jetzt hat der Landtagsabgeordnete Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) Alarm geschlagen: Damit erhöhe sich die Versalzung auf rund 2 500 Kubikmeter Salzlauge täglich in der Werra - und damit letztlich auch in der Weser. Meyer in einer Pressenotiz: Bereits Pfingsten 2007 habe K+S trotz zahlreicher Proteste täglich etwa 60 Lkw-Ladungen in der Werra entsorgt. Nun sollen es 100 Lkw Trans porte werden. Das sei unzumutbar. Die Grünen haben Strafanzeige gegen die Einleitung von Salz beim Landgericht Kassel erstattet, denn die Entsorgung von Haldenabfällen in die Werra sei erstmals im Jahr 2003 eigentlich nur vorübergehend und für den Notfall erlaubt worden. Als Alternative sehen die Grünen wie auch die Umweltverbände nach wie vor die Einleitung des Salzes in die Nordsee statt in die Weser. Inzwischen haben K+S-Manager diese Variante als Möglichkeit eingestuft. Auf der Internetplattform von K+S heißt es dazu: "Eine Bewertung dieses Entsorgungskonzeptes wird im Sinne einer Mittel-, bzw. Langfriststrategie zurzeit erarbeitet." Als kurzfristige Lösung sei eine Nordsee-Pipeline wegen des erforderlichen mehrjährigen Genehmigungszeitraumes aber nicht realisierbar.



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