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Anwohnerin der Enzer Straße verärgert / Bauamt und Unterhaltungsverband vermuten: Wände sind nicht richtig abgedichtet

Krummer Bach soll Keller unter Wasser setzen

Stadthagen. Wasser im Keller – dieser Albtraum eines jeden Hausbesitzers ist für eine Anwohnerin der Enzer Straße wahr geworden. In der Verantwortung sieht sie Verwaltung und den zuständigen Unterhaltungsverband 53 (UHV). Die Sohle des Krummen Baches sei nicht vernünftig gereinigt, das Wasser fließe nicht ab – und stattdessen in ihren Keller.

veröffentlicht am 16.12.2013 um 17:44 Uhr
aktualisiert am 29.12.2013 um 15:05 Uhr

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Autor:

jan-Christoph Prüfer

Die Seniorin, die namentlich ungenannt bleiben möchte und etwa in Höhe der Stadtwerke wohnt, habe sich den Missstand von einem befreundeten Ingenieur erklären lassen. Der Mann habe ihr gesagt, das Wasser des Krummen Baches sickere bei Stillstand in Richtung ihrer Hauswand und gelange so in den Keller.

Einen solchen Stillstand gebe es, wenn der Bach nicht stark genug fließt, bei Niedrigwasser also. Der Strom komme dann nicht gegen die Grasinseln in der Sohle an. Tatsächlich hat die Anwohnerin im November Fotos gemacht, auf denen dichter Bewuchs und stehendes Wasser zu erkennen sind. Mitarbeiter der Stadtverwaltung seien aber vor Ort gewesen und hätten ihre Bedenken abgetan.

Tatsächlich seien Mäharbeiten an der Bachsohle gerade unter Brücken und Überfahrten kaum zu bewerkstelligen, sagt Frank Faber vom UHV. Solche müssten „per Hand“ gemacht werden. Personalkosten entstünden, die auf die Anlieger verteilt würden.

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  • Ein Foto aus dem November zeigt stehendes Gewässer. pr.
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  • Die Anwohnerin muss das Wasser aus dem Keller abpumpen. jcp

Ohnehin bezweifelt Faber aber die Theorie der Anwohnerin. „Die Häuser im Bereich liegen ja nicht direkt am Bach“, begründet er. Er sehe „Unterhaltungsmängel ganz anderer Art“. Wahrscheinlich sei die Wand nicht richtig abgedichtet.

In dieses Horn stößt auch der Stadthäger Bauamtsleiter Gerd Hegemann. Die Häuser im infrage stehenden Bereich seien alt, einige Keller nicht vernünftig abgedichtet. „Da stellt jemand ein Phänomen fest und stellt eine Verbindung her, die aber so nicht beweisbar ist“, argumentiert Hegemann.

Seit einer Neugestaltung durch die Landkreisverwaltung 2009 fließt das Wasser wieder durch den Graben an der Enzer Straße. Zuvor wurde es durch ein Betonrohr unter der Straße hindurchgeleitet. Mit einem Gang zum Anwalt erreichte die Seniorin nach eigenen Angaben, dass die Kreisverwaltung einen Widerstand 16 Zentimeter niedriger setzen musste. So fließt wieder mehr Wasser durch das Betonrohr.

Jetzt sind die neuen Probleme aufgetreten. Derzeit müsse die Frau annähernd täglich einen zwei bis drei Zentimeter hohen Wasserspiegel aus dem Keller abpumpen.



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