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Stadt und Eigentümer einig: Restgebäude wird teilweise saniert / Komplizierte Verhandlungen

Krumme Straße: "Schandfleck" kommt weg

Stadthagen (jl). Die nördliche Altstadt wird demnächst ihren Schandfleck schlechthin verlieren. Es geht um einen Teil des Gebäudes Krumme Straße 23, das wegen seines unansehnlichen Zustandes seit langem die Gemüter thematisch interessierter Einwohner erhitzt. Dieses gehört jetzt der Stadt, die es nach den Worten von Bürgermeister Bernd Hellmann so schnell wie möglich abreißen lassen will.

veröffentlicht am 15.02.2008 um 00:00 Uhr

Der Schandfleck an der Krummen Straße soll abgerissen und das Ne

Das giebelständige Fachwerkhaus, in dem vor Jahrzehnten einmal eine Fleischerei untergebracht war, ist seit Jahren ein Thema, weil es aus der vielbefahrenen Richtung Hannover die denkbar schlechteste Eingangssituation für die Stadthäger Altstadt darstellt. Im Rathaus geht es nach Angaben des städtischen Pressesprechers Fritz Wehling seit etwa zehn Jahren um die Immobilie mit dem großen Brett in der Fassade - bis vor einiger Zeit noch vergeblich. Die wohl entscheidenden Verhandlungen, die zum jetzigen Ergebnis geführt haben, sind unter der Regie von Bürgermeister Hellmann gelaufen. Dieser fasste die Gespräche mit den Eigentümern mit den Worten "höchst kompliziert" zusammen. In einem inzwischen notariell beurkundeten Vertrag ist der Stadt das Grundstück mit dem Gebäude - oder korrekter: Gebäudeteil - mit der verbretterten Fassade regelrecht geschenkt worden. Diese wiederum hat sich verpflichtet, das Gemäuer auf ihre Kosten abreißen zu lassen. Rund 17 000 Euro wird das voraussichtlich kosten. Um den zweiten Teil der Vereinbarung zu verstehen, muss man wissen, dass der Schandfleck und das daneben stehende Gebäude zusammen gehören und die Adresse Krumme Straße 23 bilden. Teil zwei des Vertrages sieht vor, dass die Stadt die nach dem Abriss frei liegende Seitenfassade des Nebengebäudes saniert -aber auf Kosten der Eigentümer. So soll nach Hellmanns und Wehlings Worten eine neue Unansehnlichkeit am Altstadteingang vermieden werden. Abriss und Sanierung sollen erledigt werden, sobald die Witterung es zulässt. "Das frei werdende Grundstück werden wir nett herrichten", betonte der Bürgermeister, und damit für eine ansehnliche Eingangssituation sorgen. Die Verhandlungen mit den Eigentümern des Resthauses werden fortgesetzt. Dabei wird es um die Sanierung der Frontfassade sowie die Herrichtung der Fenster und Türen gehen.



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