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Namensforschung: "Reinzählen" an Rintelner Weserquerung

Kritik am totalen Kahlschlag: "Jeden Busch weggehauen!"

Rinteln (ur). Wie viele Heimatfreunde ist auch Manfred König sehr angetan von den Fototafeln mit alten Rintelner Stadtmotiven, wie sie der Verschönerungsverein an verschiedenen Punkten in der Stadt aufgestellt hat. Um die positive Wirkung dieser Stelltafeln aber auf lange Sicht zu erhalten, müssten diese auch gepflegt werden, mahnt er an: "Der alte Stadtplan am Pferdemarkt ist inzwischen unter den schönen alten Bäumen ziemlich vergrünt!"

veröffentlicht am 22.11.2006 um 00:00 Uhr

Vergrüntes Stadtmarketing: Die Fototafeln mit alten Stadtmotiven

Als Wohnmobil-Besitzerin kommt Elke Schudy aus dem Westen Hannovers gelegentlich mit Ehemann und vierjährigem Enkelkind nach Rinteln: "Unser erster Weg geht dann immer in die Brennerstraße. Die Kleine ist ganz versessen darauf, sich auf die Schweine aus Stein zu setzen und auch unser Lieblingsbild von ihr zeigt sie riesengroß in dieser Stellung!" Ungehalten ist Annegret Dreyer aus der Kendalstraße über den totalen Kahlschlag an der Mindener Straße, der ihres Erachtens in dieser Form auch mit dem Radweg nicht zu begründen ist, der dort nächstes Jahr entstehen soll: "Die haben da ja vom Straßenverkehrsamt wirklich jeden Busch und jeden Baum weggehauen!" Eine umgehende Nachpflanzung von Pappeln an der Straße nach Todenmann verlangt auch Ulrich Brill , der imÜbrigen positiv anmerkt, dass inzwischen ein Auetaler Busunternehmen wieder mit gelben Bussen durch Rinteln fährt: "Das erinnert an die große Zeit der Postbusse!" Angesichts der abgesagten Sommer-Uni 2006 gibt Manuela Hundertmark aus Bremke zu bedenken, dass man bei der Planung für die Neuauflage doch bitte auch die Ferientermine von Nordrhein-Westfalen berücksichtigen solle: "Außerdem war das Büro in der Anmeldephase offenbar nicht besetzt: Auf Anrufe und E-Mails wurde erst nach Wochen reagiert." Zu unserem Beitragüber Namensforschung weist Manfred Seidler aus Hessisch Oldendorf auf eine alte Deutung des Ortsnamens Rinteln hin, wonach dieser aus dem plattdeutschen Wort für "reinzählen" herrührt und daran erinnert, dass für die Weserquerung in alten Zeiten eine Maut erhoben wurde. Nachdem schon unsere Berichterstatterin Anstoß genommen hatte an der Art und Weise, in der eine offenbar mit erheblichen Problemen belastete Frau beim jüngsten Rintelner Abendgespräch zu Familienfragen abgekanzelt wurde, bringt auch Dorothea Erdniß als Besucherin dieser Veranstaltung ihr Unbehagen darüber zum Ausdruck. Im Beitrag selbst vermisste sie den Hinweis, dass sich im Gegensatz zur Referentin des Landkreises die Rintelner Frauenbeauftragte sofort um die Betroffene kümmerte und dafür sogar die Veranstaltung verließ. "Gut, dass das inzwischen nachgetragen wurde!" Geärgert hat sich Marion Hundt aus Schaumburg darüber, dass der Raum um das Ehrenmal regelmäßig zugeparkt ist: "Nicht einmal zum Volkstrauertag konnten Durchfahrende am Ortseingang den niedergelegten Kranzschmuck erkennen und wenn Angehörige dort zum Gedenken einen Blumenstrauß ablegen wollen, müssen sie sich erst durch die Autos hindurchquetschen." Der Respekt vor den Verstorbenen und den Hinterbliebenen gebiete, hier etwas Abstand zu wahren - ein Anliegen, das sie gern als Auftrag an den Ortsrat weitergeben möchte. Schon mehrfach wurde Renate Bode aus dem Wohngebiet neben dem Krankenhaus bei der Stadt mit der Bitte vorstellig, die Anwohner darauf hinzuweisen, ihre Autos so zu platzieren, dass die Stadt auch die Straßenreinigung vornehmen kann: "Weil Appelle nur über die Zeitung gerade bei ausländischen Nachbarn wenig fruchten, sollte man diese auch durch mehrsprachige Handzettel davon in Kenntnis setzen." Auch sei es erforderlich, eine Beschilderung vorzunehmen, die auf die geltende Verkehrsberuhigung hinweist: "In der jetzigen Form werden die Tempogrenzen kaum beachtet." Nicht einsehen kann Gitte König , dass die Rintelner Apotheken die regelmäßigen Bitten ihrer Kunden nach einem verlässlichen Notdienst nachts und am Wochenende ignorieren, obwohl dies in ähnlich großen Nachbarstädten möglich scheint: "Man muss doch auch an die Leute denken, die nicht motorisiert sind!" Sonst werde es dazu kommen, dass die Kunden auf Versandapotheken und auswärtige Anbieter umsteigen: "Service ist doch auch ein Argument im Wettbewerb mit dieser Konkurrenz!"

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