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Reisebüros verzeichnen gleichbleibende Umsätze / Spanien bleibt "Nummer Eins"

Kreuzfahrten ungebremst im Kommen

Stadthagen (sk). Mit Sicherheit Spanien oder Spanien "wegen der Sicherheit". Wie man es auch wendet: Spanien samt den Balearen bleibt nach Angaben zweier Stadthäger Reisebüros der Kreisstädter liebstes Sommerurlaubsziel. Ungebremst im Kommen mit zigtausend Bruttoregistertonnen ist ein mobiles Urlaubsdomizil: Kreuzfahrten der Clubschiff-Klasse.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 10:48 Uhr

Maritimer Marken-Kussmund und spanische Oliven: Matthias Bredau

Was vor 20 Jahren für "Otto-Normalverbraucher" im wahrsten Sinn eine "Traumschiff" blieb, ist heute für den einigermaßen gut situierten Durchschnittsverdiener greif- und buchbar, die Fahrt auf einem schmucken weißen modernen Kreuzfahrer. Eine Woche Mittelmeerkreuzfahrt auf einem Schiff der "Aida"-Flotte kostet rund 1500 Euro inklusive aller Mahlzeiten und Getränke bei Tisch. Und "ein Kind bis 17 Jahren reist umsonst in der elterlichen Kabine mit", so Vera Steege, Leiterin der "First"-Reisebüros. Dieses Angebot sei durchaus nachgefragt in Stadthagen. Kreuzfahrten seien ein "immer beliebteres Thema", gibt auch Karin Denker vom gleichnamigen Reisebüro an. Vor allem Kinder seien an Bord willkommen, so Denker. Doch trotzt "volksnaher" Kreuzfahrtpreise: Für viele Familien bleiben "Aida" und Co. "Traum"-Schiffe, und selbst kurze Flugreisen sind immer unerschwinglicher. "Familien mit Kindern fehlen", sagte Steege mit Blick auf die Buchungen im fast abgelaufenen Sommerreisegeschäft 2007. Dass die finanzschwächste Zielgruppe auf Urlaub jedoch nicht verzichten will, haben Steege und ihre Kollegen an der wieder zunehmenden Buchung von Ferienhäusern in Dänemark gespürt. Im Aufkommen des "All inclusiv" der Urlaubshotels war hier die Nachfrage gesunken. Kreuzfahrt hin, Dänemark her - der "Durchschnittsurlauber" bucht laut Steege "zehn Tage Spanien für etwa 900 Euro". Mehrwöchige Pauschalreisen bevorzugen selbst betuchtere Kunden nicht. An der Beliebtheit der Costa del Sol, der Balearen mit Mallorca als "Flaggschiff" oder der Kanaren (wegen des ausgeglichenen Klimas) habe sich hingegen nichts geändert. Steege nannte das Thema "Sicherheit" als mehr denn je gewichtigen Grund. Tunesien und Marokko, die noch vor Jahren ein "neuer Renner" waren, sind nach wie vor im Geschäft. Aber es gebe bei vielen Kunden Bedenken, in den nordafrikanischen Ländern unbeschwert Urlaub zu machen. Warum Italien in seiner Beliebtheit als Sommerurlaubsland hinter Spanien rangiert, begründete Steege knapp und eindeutig: "zu teuer." Zwar komme man inzwischen mit dem "Billigflieger" schnell und günstig ans Ziel. Aber dann gehe das Geld ausgeben los. Das Portmonee muss bereits zücken, wer am Lido den Strand auch nur betreten wolle, so Steege. Aufgeholt in puncto touristische Vermarktung haben inzwischen die bislang als "schön und billig" bekannten östlichen Urlaubsländer wie Bulgarien - als EU-Land sei hier zur Einreise kein Reisepass mehr notwendig, erinnert "First"-Mitarbeiter Matthias Bredau - und Kroatien. Unter den europäischen Urlaubsländern geben es bezüglich des Preisniveaus "keine echten Ausreißer mehr", so Steege. Wer jetzt noch ein Sommerurlaub-"Schnäppchen" machen will und auf "Last Minute" hofft, werde enttäuscht. Günstige Buchungen auf die "letzte Minute" haben als Geschäftsidee ausgedient. Die Veranstalter, so Bredau, setzten auf Planungssicherheit. Das vor ein paar Jahren aktuelle gewordene Schlagwort heißt "Frühbucherrabatt". Da laut Bredau unter anderem - ob günstiges oder teures Quartier - auch die Nord- und Ostseestrände "ausgebucht" sind, empfiehlt sich zur Erholung in der Sommerhitze das jederzeit erreichbare "Bad Meingarten" - vielleicht (eingedenk des Frühbucherrabatts) mit entspannten Stunden bei der Planung des Winterurlaubs.



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