weather-image
27°
Politik segnet Nachtragshaushalt ab

Kreistag schnürt Konjunkturpaket endgültig fest

Kreis Holzminden (bs). Jetzt wird geklotzt, nicht gekleckert: Der Kreistag ist auf den Konjunkturförderprogramm-Zug aufgesprungen und hat seinerseits den Kreditrahmen um rund 1,6 Millionen Euro auf 5,6 Millionen Euro angehoben. Finanziert werden soll mit dem Geld, was lange auf eine Sanierung warten musste: Die Fassadenerneuerung am Schulzentrum Liebigstraße in Holzminden wird fortgesetzt. Das Campe-Gymnasium soll neue Fenster und eine Mensa erhalten. Und auch an den Schulzentren in Stadtoldendorf und Delligsen sind Maßnahmen geplant, die sonst so schnell nicht hätten verwirklicht werden können. Der erste Nachtragshaushalt passierte einstimmig den Kreistag.

veröffentlicht am 10.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:41 Uhr

Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Wir sind fest entschlossen“

„Wir sind fest entschlossen, Investitionen zu tätigen, den Landkreis Holzminden in seiner Existenz sichern. Das Konjunkturprogramm hilft, viele Einrichtungen auf Vordermann zu bringen“, erklärte der Sprecher der CDU/FDP/ UWG-Gruppe, Eberhard Asche, die Abkehr vom strikten Konsolidierungskurs, den die Mehrheitsgruppe in den vergangenen Jahren gefahren ist. „Alle Akteure haben funktioniert, lassen Sie uns beginnen“, forderte SPD-Fraktionssprecher Uwe König.

2,57 Millionen Euro erhält der Landkreis aus dem Konjunkturpaket II, muss davon rund 480 000 Euro an Eigenmitteln aufbringen. Zweckgebunden ist dieses Geld für die energetische Sanierung und den Ausbau von Schulen. Der Landkreis trägt dieser Forderung Rechnung: Jeweils 1,29 Millionen Euro in diesem und im nächsten Jahr wurden für die Sanierung des Haupt- und Förderschultraktes Schulzentrums Liebigstraße in den Haushalt eingestellt. „Es wird eine ganz neue Fassade vorgesetzt“, erläuterte Schulamtsleiter Schütte die dringend notwendigen Arbeiten, für die bislang kein Geld da war.

Zusätzlich zum pauschalen Förderkontingent, das hat das niedersächsische Kabinett entschieden, erhalten die Kommunen für den Schulbau und die Medienausstattung Konjunkturmittel: Für Holzminden summieren sich diese auf 1,28 Millionen Euro. Zehn Prozent der Fördersumme kommenalsEigenanteilhinzu.

„Es muss noch geklärt werden, nach welchen Kriterien dieses Geld verteilt werden darf“, erklärte Schütte. Probleme, die Millionen auszugeben, hätte der Schulamtsleiter des Landkreises aber nicht. „Allein der Bedarf des Campe-Gymnasiums deckt den Betrag komplett ab.“ 1,8 Millionen Euro müssen dort investiert werden. Rund 560 000 Euro wurden in den Nachtragshaushalt eingestellt.

Außerdem im Nachtrag berücksichtigt werden Werkraum und Hauswirtschaftsbereich im Schulzentrum Delligsen sowie Lehrküche, naturwissenschaftliche Räume und der Ausbau des Ganztagsschulbereiches im Schulzentrum Stadtoldendorf.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare