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Niemann: "Allgemeiner Trend" / Nachwuchsarbeit bleibt auf der Strecke / "Öfter Danke sagen"

Kreisschützenverband verliert Mitglieder

Landkreis (jp). Auch im Jahr 2006 hat der Kreisschützenverband Schaumburg wieder Mitglieder verloren. Auf der Kreisdelegiertentagung im Bückeburger Rathaussaal bezifferte Präsident Harald Niemann den Verlust um 221 auf 7301 Personen, somit ungefähr 2,9 Prozent. "Auch wenn dieser Rückgang nicht erfreulich ist, so ist er keine Schaumburger Ausnahmeerscheinung, sondern entspricht dem allgemeinen Trend", so Niemann. Eindringlich appellierte er an alle Mitgliedsvereine, dem Kreisschützenverband korrekte Mitgliederzahlen zu melden, und warnte: "Ein Verein kann nur in seiner Gesamtheit Mitglied sein. Eine Zuwiderhandlung führt zum Ausschluss."

veröffentlicht am 13.03.2007 um 00:00 Uhr

Präsident Harald Niemann.

Deutlich weniger Sorgenfalten bereitet dem Kreisschützenpräsidenten die Finanzentwicklung. In mehreren Bereichen konnten in den vergangenen zwei Jahren deutliche Kostenreduzierungen erreicht werden. Sollte sich die positive Entwicklung fortsetzen, werde man mittelfristig über die Entlastung der Mitgliedsvereine nachdenken, sagte Niemann. Erfreulich verlief aus Sicht von Harald Niemann das Kreisschützentreffen in Wiedenbrügge, bei dem rund zwei Drittel aller Mitgliedsvereine mit starken Delegationen anwesend waren. Die enge Zusammenarbeit des Kreisschützenverbands mit dem Ausrichter habe sich als positive Entscheidung erwiesen. Im Jahr 2007 wird es nach jetzigem Stand kein Kreisschützentreffen geben, da sich bislang kein Verein um die Ausrichtung beworben hat. Großes Sorgenkind bleibt die Jugendarbeit im Kreisschützenverband Schaumburg. Aufgrund beruflicher Überlastung des bislang formal noch amtierenden Kreisjugendleiters blieb die Nachwuchsarbeit 2006 faktisch auf der Strecke. Ein eigens einberufener Kreisjugendtag zwecks Rücktritt des bisherigen Jugendleiters und Neuwahl eines Nachfolgers kam bislang nicht zu Stande. Die intensive Suche des Präsidiums nach einem geeigneten Kandidaten blieb bislang erfolglos. Auch während der Kreisdelegiertentagung konnte die Stelle des Kreisjugendleiters nicht wiederbesetzt werden. Ebenfalls vakant bleibt derPosten des stellvertretenden Kreisjugendleiters. Bis auf Weiteres wird daher die sportliche Aktivität des Jugendbereichs vom Kreissportleiter mitkoordiniert. Eine Lanze für das ehrenamtliche Engagement im Schützenwesen brach Jürgen Sienk, Vorsitzender des Kreisschützenverbandes Holzminden und stellvertretender Präsident des Niedersächsischen Sportschützenverbandes. Eindringlich appellierte er, diesem Engagement von Seiten der Vereinsvorstände mehr Anerkennung zukommen zu lassen. "Wir hätten deutlich weniger Probleme mit dem Ehrenamt, wenn die Vorstände in den Vereinen häufiger mal Danke sagen würden." Mit mehr ideeller Anerkennung gäbe es auch deutlich weniger Schwierigkeiten, vakante Vorstandsposten wiederzubesetzen. Klaus-Dieter Jahn (SG Hagenburg), seit einem Jahr kommissarisch als Kreisschriftführer tätig, wurde offiziell für dieses Amt gewählt. Neuer Kreissportleiter wurde Manfred Fette vom Rusbender Schützenverein.

Feierlicher Fahneneinmarsch in den Bückeburger Rathaussaal zum A
  • Feierlicher Fahneneinmarsch in den Bückeburger Rathaussaal zum Auftakt der Kreisdelegiertentagung. Fotos: jp


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