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Rodenberg entscheidetüber Kandidatur von Burkhard Liewald

Kreis-CDU: Kandidatenkarussell für Vize-Posten dreht sich weiter

Landkreis (bab). Der Rodenberger CDU-Amtsverbands-Vorstand ist gestern kurzfristig zusammengekommen, umüber eine weitere Kandidatur für den stellvertretenden CDU-Kreisvorsitz zu beraten. Burkhard Liewald aus Lauenau, der zuvor lediglich für ein Beisitzeramt kandidieren wollte, hat außer Dr. Stephan Walter aus Apelern ebenfalls Interesse angemeldet.

veröffentlicht am 28.10.2006 um 00:00 Uhr

"Ich brauche dazu aber den Beschluss des Amtsverbandes", sagte Liewald auf Nachfrage unserer Zeitung. Volker Dahle, Vorsitzender des CDU-Amtsverbandes Rodenberg, hatte deswegen mit verkürzter Ladefrist eine Sitzung des erweiterten Vorstands einberufen. Walter lässt sich davon nicht abhalten. Er will auch dann für den Vize-Posten im Kreis kandidieren, wenn der Amtsverband zusätzlich Liewald vorschlägt. "Ich werde mich am Mittwoch beim Kreisparteitag zur Wahl stellen", bleibt Walter unbeeindruckt von derüberraschenden Wendung. "Der Amtsverband muss sehen, ob das politisch klug ist, außer mir noch einen Kandidaten zu benennen." Der ehemalige Schaumburger CDU-Kandidat für die Bundestagswahl verweist auf die Mitgliederversammlung des Amtsverbands in der vergangenen Woche. "Dort hat es dazu einen Beschluss gegeben", meint Walter. Tatsächlich hatte sich der Amtsverband geeinigt, Liewald für einen Beisitzerposten ins Rennen zu schicken, Joachim Stürck aus Rodenberg für das Amt des Medienreferenten zu empfehlen und Walters Kandidatur zu akzeptieren. "Die Situation hat sich geändert", begründet Dahle die neue Lage, die dadurch eingetreten sei, dass der bisherige Kreis-Vize Joachim Runkel nicht mehr antreten will. Nur unter dieser Bedingung wollte sich auch Liewald für den stellvertretenden Vorsitz in der Kreis-CDU empfehlen. "Es kann nicht sein, dass wir als Amtsverband zwei Kandidaten für den stellvertretenden Kreisvorsitz melden", meint Dahle nun. Die Mitgliederversammlung habe sich unter anderem auf diese Lösung festgelegt, weil alle drei für unterschiedliche Posten kandidierten und sich in dieser Hinsicht gegenseitig keine Konkurrenz machten. Durch Liewalds Interesse an derNachfolge Runkels würden aber zwei Bewerber für das gleiche Amt aus dem Rodenberger Verband kommen. Das schwäche die Chancen, beim Kreisparteitag am 1. November auch einen Bewerber durchzubekommen, da diese sich gegenseitig die Stimmen der Delegierten abspenstig machen könnten, befürchtet Dahle. Ein Ergebnis der Vorstandssitzung gestern Abend war bei Redaktionsschluss nicht bekannt.

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