weather-image
Szenario: Flugzeugabsturz mit Vermissten / Hahne: "Gute Arbeit geleistet"

Kreisbereitschaft Süd übt im Extertal

Landkreis/Extertal (rd). Im Extertal hat die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Süd des Landkreises Schaumburg jetzt ihre diesjährige Einsatzübung absolviert.

veröffentlicht am 25.10.2007 um 00:00 Uhr

Das Szenario der Einsatzübung: Ein Pkw ist von Trümmerteilen des

Die Ausgangslage für die etwa 130 Einsatzkräfte sah einen Flugzeugabsturz auf dem Gelände einer ehemaligen Militärstation in der Gemarkung Mühlingsberg vor. Mehrere Personen, darunter die Flugzeugbesatzung, galten bei dieser Übung als vermisst. Die Einsatzkräfte der umliegenden Ortsfeuerwehren - so die Annahme - waren bereits seit einigen Tagen bei der Waldbrandbekämpfung in dem Gebiet tätig und forderten deshalb eine Kreisbereitschaft aus Schaumburg an. Der 1. Zugübernahm die Menschenrettung und die Brandbekämpfung im Inneren der betroffen Gebäude. Die Feuerwehrleute mussten dabei mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten in den Gebäuden vorgehen und die vermissten Personen retten. Der 2. Zug war ebenfalls zur Menschenrettung eingesetzt. Die Einsatzkräfte mussten vier Personen aus einem Pkw retten, der laut Übungsszenario von Trümmerteilen getroffen worden und anschließend in einen Tankanhänger gefahren war, aus dem Kerosin auslief. Sie mussten mit hydraulischem Rettungsgerät vorgehen, um die Personen aus dem Fahrzeug zu befreien. Der Tankanhänger wurde abgedichtet, das Kerosin umgefüllt. Die wohl anspruchsvollste Aufgabe hatte der 3. Zug, der Wasserversorgungszug. Er war zuständig für die Wasserversorgung des 1. Zuges. Dafür musste eine Schlauchleitung über eine Länge von fast 4000 Meter ausgelegt werden. Eine weitere Herausforderung war die Überwindung von hundert Höhenmetern von der Wasserentnahmestelle zur Einsatzstelle. Nach etwa einer Stunde war die Schlauchleitung verlegt, der 1. Zug wurde mit Wasser versorgt. In der Zwischenzeit wurde die Wasserversorgung zur Brandbekämpfung durch den 4. Zug, den Wassertransport, aufrechterhalten. Die Tanklöschfahrzeuge richteten dazu einen Pendelverkehr von der Ortschaft Lüdenhausen ein. Bereitschaftsführer Dirk Hahne war mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden: "Die Wasserversorgung hier war sehr schwierig, aber der 3. Zug hat gute Arbeit geleistet." Für die Versorgung der Einsatzkräfte sorgte der Logistik- und Verpflegungszug, der die Mittagsverpflegung vor Ort zubereitete. Die KFB Süd setzt sich aus Feuerwehren aus den Gemeinden Auetal, Bückeburg, Eilsen, Nienstädt, Obernkirchen und Rinteln zusammen. Die KFB wird bei Einsätzen in anderen Landkreisen nach Ausrufen des Katastrophenalarms eingesetzt.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare