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Wegen IGS-Gründungen werden auch Einzugsbereiche der Haupt- und Realschulen neu geordnet

Kreis Schaumburgändert die Schullandkarte

Landkreis (jl). Die Neugründung der Integrierten Gesamtschulen (IGS) in Rodenberg, Helpsen und Obernkirchen zieht eine Änderung der Schuleinzugsbereiche für die Haupt- und Realschulen nach sich. Gestern Nachmittag hat der Schulausschuss des Kreistages die neue Struktur einstimmig gebilligt.

veröffentlicht am 07.11.2008 um 00:00 Uhr

Die Schulbezirke der Hauptschulen Lindhorst, Stadthagen, Bückebu

Mit dem Neuzuschnitt der Schullandkarte will der Landkreis unter anderem gewährleisten, dass Schülerströme optimal gelenkt werden können - oder anders ausgedrückt, jeder in Wohnortnähe seinen Schulplatz findet. Das ist auch für die Organisation des Schulbusverkehrs grundlegend. Ferner soll unter dem Vorzeichen von insgesamt vier IGS im Kreisgebiet gewährleistet werden, dass jeder Schüler die Möglichkeit bekommt, alternativ eine Schule des dreigliedrigen Systems in Wohnortnähe besuchen zu können. Grundsätzlich gilt: Mit der Genehmigung der drei neuen IGS hat die Landesschulbehörde die Auflösung der bisherigen Haupt- und Realschulen an den Standorten Rodenberg, Helpsen und Obernkirchen genehmigt. Deren zukünftige Schüler brauchen also neue Anlaufpunkte. Deshalb wird der Einzugsbereich der Hauptschule und der Realschule in Bückeburg um das Gebiet der Stadt Obernkirchen und das der Samtgemeinde Nienstädt erweitert. Weil die Samtgemeinde aber teilweise auf Bückeburg und teilweise auf Stadthagen ausgerichtet ist, schlägt die Kreisverwaltung nach Rücksprache mit der Landesschulbehörde für Nienstädt die doppelte Zuordnung zu Bückeburg sowie zur Haupt- und Realschule Stadthagen vor. Die Nienstädter Eltern sollen entscheiden können, wohin sie ihre Kinder schicken. Die Hauptschule und die Realschule in Rinteln bekommen als Einzugsbereich die Gemeinde Auetal dazu, die bislang Obernkirchen zugeordnet war. Zur Haupt- und Realschule Am Schlosspark müssen künftig außer Stadthäger Kindern alle Haupt- und Realschüler aus der Samtgemeinde Niedernwöhren und können Kinder aus der Samtgemeinde Nienstädt gehen. Die Gemeinde Hagenburg ist hierbei außen vor. Die dortigen Kinder bleiben nach wie vor dem Schulstandort Steinhude zugeordnet. Die IGS-Landkarte ist im Fall der drei neuen Schulen deckungsgleich mit der bisherigen Haupt- und Realschulstruktur an den jeweiligen Standorten. Sie stellt sich mit Beginn des kommenden Schuljahres wie folgt dar: Zum Bezirk der IGS Stadthagen gehören außer der Kreisstadt die Gemeinden Lauenhagen, Nordsehl und Pollhagen sowie das Gebiet der Samtgemeinde Sachsenhagen als Einzugsbereich. Die Schüler der IGS Obernkirchen rekrutieren sich aus Obernkirchen, Auetal sowie aus der Samtgemeinde Eilsen und der Stadt Rinteln als Einzugsbereich. Zum Schulbezirk der IGS Rodenberg gehören die Samtgemeinden Rodenberg und Nenndorf, zum Einzugsbereich die Samtgemeinde Nenndorf. Das Kerngebiet, sprich der Schulbezirk der IGS Helpsen, umfasst die Samtgemeinde Nienstädt sowie die Gemeinden Meerbeck, Niedernwöhren und Wiedensahl. Zum Einzugsbereich gehört die Stadt Bückeburg. An der Verteilung der Gymnasien im Landkreisändert sich nichts. Für angehende IGS-Schüler und deren Eltern wird es wichtig zu wissen, ob ihr Wohnort zum Schulbezirk oder zum Schuleinzugbereich einer der vier künftigen IGS gehört. Wer zum Beispiel in Obernkirchen wohnt, lebt im Schulbezirk und hat dort Anspruch auf einen Schulplatz, muss aber auch die dortigeIGS besuchen. Ein Schüler aus Lüdersfeld hingehen wohnt im Schuleinzugsbereich der IGS Rodenberg. Dorthin muss er nicht. Weil Einzugsbereich eine planerische Größe und keine juristische Fixierung wie Schulbezirke darstellen, kann der Lüdersfelder auch die IGS im nahen Stadthagen besuchen.

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