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Max und Moritz treiben ihren Schabernack in der Peter-und-Paul-Kirche in Bisperode / Haus Lüdersen spielt Theater

Kreativität von Behinderten im Licht der Öffentlichkeit

Bisperode (sto). Zwei böse Buben treiben ihr Unwesen. Sie stehlen, schwuppdiwupp, gebratene Hühner aus der Pfanne, ärgern einen Schneider mit Rufen wie „He, heraus, die Ziegen-Böck! Schneider, Schneider, meck, meck, meck, und sägen voller Tücke eine Lücke in die Brücke. Klar, das sind Max und Moritz. Aber was machen sie in der Peter-und-Paul-Kirche? Den Darstellern ist die Spielfreude anzusehen.

veröffentlicht am 16.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 10:21 Uhr

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Bisperode (sto). Zwei böse Buben treiben ihr Unwesen. Sie stehlen, schwuppdiwupp, gebratene Hühner aus der Pfanne, ärgern einen Schneider mit Rufen wie „He, heraus, die Ziegen-Böck! Schneider, Schneider, meck, meck, meck, und sägen voller Tücke eine Lücke in die Brücke. Klar, das sind Max und Moritz. Aber was machen sie in der Peter-und-Paul-Kirche? Den Darstellern ist die Spielfreude anzusehen. Ob schelmisch schauend wie Moritz (dargestellt von Lotti), bedächtig im Topf rührend wie die Witwe Bolte (Birgit) oder emsig die Nähnadel schwingend wie Schneider Böck (Manfred) – alle Spieler waren bei der Sache. Sie spielen Theater. Theater der besonderen Art. Die Darsteller sind geistig behindert. „Die Aufführungen sind für mich ein Höhepunkt in der Adventszeit“, begrüßte Vera Bäßmann die Gäste in der Kirche. Die Regionaldiakonin hatte Konfirmanden aus Coppenbrügge und Bisperode eingeladen, sich die Aufführung anzuschauen und ihre Hemmschwellen behinderten Menschen gegenüber abzubauen.

„Bei der Auswahl der Rollen haben wir die Fähigkeiten der Bewohner berücksichtigt“, erklärte Betreuerin Wallburga Schwabe. Die Darsteller sind Mitglieder der seit zehn Jahren bestehenden Theater-AG des Hauses Lüdersen. Im Laufe der Jahre ist nicht nur ihr Interesse an der Arbeit gewachsen, auch die Öffentlichkeit nimmt gern an den Ergebnissen teil, so dass die Truppe regelmäßig „auf Tournee“ gehen kann. „Auf Einladung besuchen wir Schulen, Kirchen und private Veranstaltungen“, erklärte Wallburga Schwabe. Bühnenbilder, Requisiten und Kostüme, nahezu alles aus eigener Herstellung, werden mitgebracht. Sogar „Lilly“, ein richtiger Hund, ist bei „Max und Moritz“ mit von der Partie. Er spielt den Spitz der Witwe Bolte. Der langanhaltende Applaus ließ ihre Augen strahlen. Ihre Freude drückten die Darsteller mit vielen Verbeugungen aus. Den Kontakt nach Bisperode hat übrigens Helmut Schrade aus Harderode geknüpft, der im Haus Lüdersen beruflich tätig ist. Ihm oblagen Regie und musikalische Begleitung.

Witwe Bolte (gespielt von Birgit) mit „Spitz“ Lilly, Max (Gisela) und Moritz (Lotti),

Schneider Böck (Manfred) und andere.



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