weather-image
14°
Mitgliederversammlung vom DRK Hameln-Pyrmont / Neben 650 Festangestellten viele Freiwillige

Kreative Ideen kennzeichnen den Kreisverband

Hameln-Pyrmont (joa). Gelebte Integration brachte der Generationenchor der DRK-Kindertagesstätte Emmerthal bei der Mitgliederversammlung des DRK-Kreisverbands Hameln-Pyrmont stimmungsvoll und mitreißend in das Weserbergland-Zentrum. Mit Gitarrenbegleitung sangen gut 30 Kindergartenkinder, Schüler und Senioren zur Begrüßung der 91 Delegierten gemeinsam fröhliche Lieder. Der Chor vereint nicht nur verschiedene Generationen, er integriert auch Kinder mit Migrationshintergrund sowie mit Behinderung.

veröffentlicht am 17.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:21 Uhr

Den Dank für ihren Einsatz spricht DRK-Vorsitzender Rüdiger Butte den ehrenamtlich tätigen Rettern aus.

In seinem Grußwort würdigte Hamelns Bürgermeister Herbert Rohde anschließend die „unverzichtbare Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen des DRK“, würdigte die Millioneninvestition für die neue Leitzentrale und die Hilfe für Kinder in Not.“ Die kreativen Ideen“ des DRK Hameln-Pyrmont lobte auch Hans Hartmann, Vizepräsident des Landesverbandes Niedersachsen – sei es nun die Benefizparty gegen Kinderarmut, die Senioren-WG oder die Auslandshilfe des Kreisverbandes.

Bevor in den Jahresberichten detailliert über die Leistungen des Hameln-Pyrmonter DRK berichtet wurde, äußerte sich dessen Vorsitzender Landrat Rüdiger Butte zum Thema Ehrenamt und Vorbildfunktion: „Es ist an der Zeit, die oftmals im Verborgenen wirkenden Ehrenamtlichen stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen“, forderte Butte.

DRK-Geschäftsführer Hubert Volkmer nannte Zahlen zum Kreisverband: Von den insgesamt 13454 Hameln-Pyrmonter Mitgliedern in 79 Ortsvereinen sind rund 900 in den verschiedenen Ehrenämtern tätig, die über 108 000 Helferstunden leisteten – beispielsweise bei den verschiedenen Bewegungsprogrammen, bei Besuchsdiensten und Reiseangeboten oder bei Blutspenden. In den sieben Bereitschaften des Kreisverbandes, die derzeit über 56 Fahrzeuge verfügt, sind rund 200 ehrenamtliche Retter tätig. Mit Blick auf die 650 hauptamtlichen Mitarbeiter sei der Kreisverband mit einem mittelständischen Unternehmen zu vergleichen, das sein Jahresergebnis 2010 mit 48 000 Euro – laut Volkmer – verdoppeln konnte.

270_008_4404635_wb101_1611.jpg

Martina Keese, stellvertretende Schatzmeisterin, berichtete , dass die DRK-Auslandsaktion „Kinder in Not“, die sich um arme Jungen und Mädchen in Bulgarien kümmert, derzeit einen Rückgang der Spendengelder zu verbuchen habe; hier sei die Frage, ob die Aktion überhaupt weitergeführt werden könne.

Für die Pflegedienste verkündete Verbandsarzt Dr. Wolfgang Kurbjuhn ein Erfolgsjahr 2009: Bis zu 1000 Pflegekunden täglich haben die 180 Mitarbeiter der sechs Pflegedienste betreut. 170 Pflegeschulungen wurden abgehalten, 1300 Pflegeberatungen bis zum September geleistet. Besonderes Augenmerk, so Kurbjuhn, sei im abgelaufenen Jahr die Qualitätsüberprüfung der Pflegedienstleistungen gewesen. Für ständige Kontrollen sei eine Pflegevisiteurin eingestellt worden, die Noten von Tests habe überwiegend die Note sehr gut bei den Pflegeleistungen ergeben, sagte der Kreisverbandsarzt. Als Herausforderung der kommenden Jahre für den DRK-Pflegedienst sieht Kurbjuhn den Bereich der Palliativpflege sowie den drohenden Fachkräftemangel in der Pflege.

Als Selbstläufer bezeichnete Kreisbereitschaftsleiter Peter Schmalkuche das derzeit wieder angelaufene Weihnachtspakete-Packen für bulgarische Kinder in Not. So werde es auch in diesem Jahr eine Bescherungsaktion geben. Bei Großeinsätzen im Katastrophenschutz habe sich der „Behandlungsplatz 50“ mit seinen qualifizierten Notfallsanitätern erwiesen, so Schmalkuche in seiner Bilanz der Kreisbereitschaft.

Eine zufriedene Bilanz legte auch Annika Prothmann für das Jugendrotkreuz vor. Hier engagieren sich 488 Mitglieder in 14 JRK-Ortsvereinen.

Bei den Wahlen zum Vorstand wurde Dr. Kurbjuhn einstimmig als Verbandsarzt bestätigt. Dr. Volkhard Wagner aus Bad Pyrmont legte sein Beisitzer-Amt aus persönlichen Gründen nieder. Seine Nachfolge trat Günter Schindler, ebenfalls aus Bad Pyrmont, an.

Eine Reihe von Ehrungen schloss den öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung.

Die Verdienstmedaille bekam Waltraud Graser vom Ortsverein Fischbeck. Beim Ortsverein Klein Berkel-Ohr wurde Gunda Bartels und Marlene Bode die Verdienstmedaille zuerkannt. Mit der Henry-Dunant-Medaille wurden Barbara Entorf, Rüdiger Tegtmeyer und Lars Andersen geehrt. Auszeichnungen gab es außerdem für Vanessa Melde vom JRK-Amelgatzen und für die Landessiegergruppe des JRK-Marienau (Vanessa Koch, Britta Bretzing, Dominik Wessel, Daniel Köhler, Lara Kleiszmantat, Tonja Schüler, Jessica Stoffrowski, Anna-Sophie Kiwitt, Jana Maxam, Kevin Hess).

Für den Erwerb des Leistungsabzeichens Sanitätsdienst wurden die Gruppen 1 und 2 der Bereitschaft Marienau geehrt: Michael Bretzing, Olaf Wiegmann, Stefan Lange, Jessica Stoffrowski, Nadine Maxam, Kevin Hess, Anna Kiwitt, Vanessa Koch, Tonja Schüler, Lara Kleiszmantat, Dominik Wessel und Daniel Köhler.

Landrat Rüdiger Butte fordert, die oft im Verborgenen wirkenden Ehrenamtlichen stärker in das Licht der Öffentlichkeit zu stellen.

Fotos: Dana



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare