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Umstrittener Heimatforscher

Krankes Geschichtsverständnis

Friedrich Kölling war Lehrer und Lehrer waren zu allen Zeiten – egal ob unter Kaiser Wilhelm, im Dritten Reich, in der DDR oder der Bundesrepublik – immer treue Gefolgsleute ihres Dienstherrn.
Kölling war zwar besonders „treu“, aber er hat keiner Fliege etwas zuleide getan.

veröffentlicht am 07.11.2019 um 21:07 Uhr

Autor:

Zu: „Großer Heimatforscher - aber auch Nazi“, vom 22. Oktober


Hier wird etwas konstruiert, was dem Zeitgeist geschuldet ist. Also stellen wir Kölling, der seiner Stadt Hessisch Oldendorf eine 750-jährige Geschichte lebendig vermittelt hat, in die Nazi-Ecke. Börries Freiherr von Münchhausen, ein ganz großer Nazi, hat mit seiner Ballade „Der Letzte des Geschlechts“ Hessisch Oldendorf ein literarisches Denkmal gesetzt. Wie lange es wohl dauern wird, bis die Tafel mit der Ballade, die Stadt und Heimatbund vor dem Münchhausen-Burghof aufgestellt haben, auch zerstört oder die Entfernung gefordert wird? Irgendetwas ist krank an unserem Geschichtsverständnis.



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