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"Urknall"-Ensemble am Sonnabend zu Gast im Garten von Schloss Baum

Kräftiger Gesang, atemberaubender Tanz und rollendes Trommel-Feuer

Bückeburg. Der buchstäbliche "Urknall" hat nicht nur das Weltall in Bewegung versetzt, bis auf den heutigen Tag alle Jahre wieder erschüttert er außerdem den Garten von Schloss Baum. Einmal mehr präsentiert das Ensemble selben Namens im lauschigen Schlossgarten traditionelle und geistliche Musik aus West- und Südafrika. Kräftiger Gesang, atemberaubender Tanz und ein rollendes Trommel-Feuer sollen die Zuhörerschaft erbeben lassen. Jetzt ist es wieder so weit: Der nächste "Urknall" lässt den Schaumburger Wald am Sonnabend, 14. Juni, um 20 Uhr erbeben. Karten gibt es für 8 Euro (ermäßigt 5 Euro) an der Abendkasse.

veröffentlicht am 11.06.2008 um 00:00 Uhr

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Das "Urknall"-Ensemble ist eine Gruppe von sieben Frauen und Männern (überwiegend aus Hannover und dem weiteren Umland, jedoch mit starken Wurzeln in Loccum), die sich seit vielen Jahren auf die intensive Beschäftigung mit traditioneller und geistlicher Musik aus Afrika spezialisiert hat. Innerhalb dieses Genres zählt sie inzwischen zu den führenden Gruppen im norddeutschen Raum. In langjähriger, umfangreicher Konzerttätigkeit hat sie in mitreißenden Auftritten viele Menschen begeistert und auch überregional Erfolge gefeiert. Die Musik des Ensembles zeichnet sich durch die große stilistische und thematische Bandbreite aus, die in dieser Ausprägung sonst kaum zu finden ist: vierstimmige Chorsätze (überwiegend) aus Südafrika, ausdrucksstarke Tänze und kraftvolle Trommelrhythmen aus Westafrika (Djembe-Rhythmen aus Guinea, Kpanlogo-Rhythmen aus Ghana). Eigene Adaptionen und Bearbeitungen traditioneller Stücke machen dabei - neben der Lebendigkeit der Darbietungen und der gelegentlich augenzwinkernden Präsentation - den Reiz der Urknall-Auftritte aus. Inhaltlich umfasst das umfangreiche Repertoire das ganze Spektrum menschlichen Lebens: von der Geburtüber Kindheit und Erwachsenwerden, von der glücklichen oder unglücklichen Liebe und der Ehe mit ihren Begleiterscheinungen, von Trauer und Tod bis zu politischen Liedern, von der Hochzeit bis zu Alltagsphänomenen (versalzenes Essen, kaputte Autos, ungewaschene Hände, protzige Angeberei), vom Kriegstanz bis zum Gummistiefeltanz, von tierischen Eigenheiten bis zu menschlichen Schwächen, und nicht zuletzt im geistlichen Bereich vom Weihnachtslied über Lobpreis und Dank bis zum gesungenen Vaterunser und zu "Gott segne Afrika", Südafrikas Nationalhymne. Vieles davon ist auch auf den vier bisher erschienenen CD-Produktionen zu hören, die die musikalische Entwicklung der Gruppe überzeugend dokumentieren. Erst vor wenigen Wochen arbeitete das Ensemble mit zwei Chorleitern aus Südafrika zusammen, um das Repertoire mit neuen Liedern zu bereichern. Auch dieses Projekt gipfelte in einem eindrucksvollen Konzert. Die Arbeit der Gruppe ist eingebettet in den Verein "Urknall Akademie - Schule für Rhythmus und Spiel", in dem in Kursen und Workshops Elemente afrikanischer Musik von Ensemble-Mitgliedern an Interessierte vermittelt werden.



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