weather-image
Neue Funkuhr und neuer Infokasten / Rutschhemmendes Pflaster / Patzer der Post sorgt für Aufregung

Kräftig investiert: Jetzt ist Buchholz' Vorplatz fit

Buchholz (tw). "Sagen Sie mal, wo ist hier eigentlich das Gemeinschaftshaus?" Oder: "Entschuldigung, ich suche die Kegelbahn ..." Fragen, die Auswärtige in Buchholz den Bürgern auf der Straße immer wieder stellen. Fragen, die bald nicht mehr nötig sein dürften, denn: Im Zuge der Neugestaltung des Vorplatzes vor dem Gemeinschaftshaus gibt es nun von zwei Bodenstrahlern beleuchtete Tafeln, die in Kürze auf das verweisen werden, was an der Bückebergstraße 26 zu finden ist: Gemeinschaftshaus, HIT-Reiseclub, Massagepraxis Chadwick, Kegelbahn, Verwaltung.

veröffentlicht am 19.12.2007 um 00:00 Uhr

Viel Platz für viele Infos: Hartmut Krause ist stolz auf den neu

Bis auf das noch ausstehende Begrünen des Vorplatzes und das Aufstellen einer Bank, eines Tisches und eines Standaschers ist die Maßnahme inzwischen abgeschlossen. Gestern stellte Bürgermeister Hartmut Krause (WIB) das 25 360 Euro teure Gesamtprojekt der Presse vor. "Am augenfälligsten", so Krause, "ist die neue Kombination aus der analogen Funkuhr im ,Bahnhofs-Design' und dem Bekanntmachungskasten - alles in witterungsbeständigem Edelstahl ausgeführt." Uhr und Kasten sind gleichfalls mittels einer Zeitschaltuhr beleuchtet und auch von Autofahrern schon aus der Fernegut zu erkennen. "Die Uhr", freut sich Krause, "hat die Firma Dröscher (Koch) aus Luhden mit dem Kranwagen aufgestellt. Das hat uns erfreulicher Weise nichts gekostet." Der Bekanntmachungskasten trägt eine mit einer ,i'-Aufschrift versehene Leuchte, die signalisiert, dass der Kasten wichtige Informationen enthält. Konkret bietet der 2,20 mal 1,33 Meter große Kasten auf jeder seiner beiden Seiten die Möglichkeit, 27 Blätter im Format DIN A4 auszuhängen. "Die eine Seite", sagt der Bürgermeister, "ist den Informationen der Gemeinde vorbehalten und wird außerdem in Kürze einen vergrößerten Straßenplan der Samtgemeinde tragen." Auf der anderen Seite können Schützengilde, SoVD, Kirche, Feuerwehr und Parteien Interessierte über ihre Anliegen informieren. Der alte und zu kleine Kasten soll in nächster Zeit abgebaut und entsorgt werden. Die der Uhren-Kombi benachbarten Stellplätze haben ein neues "Rechteckpflaster grau" erhalten. Ihre Zahl hat sich von zehn auf neun reduziert, "dafür sind die einzelnen Plätze jetzt aber breiter", erinnert Krause. Damit minimiert sich die Gefahr, dass sich Autos beim Einparken touchieren und es zu Blech- oder Lackschäden kommt. Ebenfalls neu gepflastert wurde der Zugang zum Gemeinschaftshaus, der durch den Wegfall einer Stufe jetzt behindertengerecht ist. In diesem Fall hat sich die Gemeinde für - grobes - Prisma-Verbundpflaster entschieden, das rutschhemmend ist. Derweil gab es um denöffentlichen Briefkasten in den letzten Tagen einige Aufregung. "Wir haben ihn in der Bauphase zunächst lose ans Haus gelehnt, ehe ihn dann der Bauhof wieder einbetonierte", so der Bürgermeister. Kaum war der Bauhof weg, war auch der Kasten verschwunden. Die Hausmeisterin dachte bereits an einen Diebstahl. Des Rätsels Lösung: "Die Post war angerückt und hatte den Kasten einfach abgeflext", berichtet Krause. "Wir haben den Auftrag, ihn abzubauen", war dem sprachlosen Bürgermeister erklärt worden. Ende der Geschichte: Das Unternehmen musste den unsinniger Weise entfernten Briefkasten wieder aufstellen. Was vor dem Gemeinschaftshaus jetzt noch fehlt, ist lediglich die Begrünung mit Rasen, Bodendeckern und Büschen, die im Frühjahr erfolgen soll, sowie das Aufstellen der Sitzgruppe samt Ascher. Derweil hat sich auch im Inneren des Gebäudes eine Menge getan: "Das Treppenhaus an der Kegelbahn wurde mit einer - hellen - Glasfasertapete versehen, drei neue Lampen mit Bewegungsmeldern installiert", berichtet Krause. Die Kosten betragen 5100 Euro. Nur das große Wandbild, das ein Buchholzer fertigen soll, fehlt noch. Last, but not least gibt's Neuerungen im Außenbereich. So hat die Gemeinde für 4200 Euro elf neue Bänke aufstellen lassen; acht davon sind komplett neu, bei dreien wurde lediglich die Beplankung ausgetauscht; dabei wurden 18 Bohlen erneuert. Fünf dieser Bänke sind zusätzliche Exemplare: zwei von ihnen stehen bereits an der Boulebahn, drei sollen voraussichtlich ihren Standort am Platz des Osterfeuers finden. Krause: "Die Bänke haben einen Betonsockel. Sitzfläche und Lehne sind aus Vollkunststoff in Holzoptik." Der Bürgermeister glaubt, dass Buchholz in Sachen Sitzmöbel jetzt für 30 Jahre Ruhe hat. Übrigens: Wo immer möglich, wurden die Aufträge für die Arbeiten in Buchholz an Firmen mit Sitz in Eilsen oder Schaumburg vergeben.

Eine von zwei neuen und zusätzlichen Bänken am Bouleplatz. Das B
  • Eine von zwei neuen und zusätzlichen Bänken am Bouleplatz. Das Betonfundament hat eine Kunststoffsitzfläche in Holzoptik.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare