weather-image
AWOübernimmt Trägerschaft / Unterstützung bei Pflege von Schmerzpatienten

Kostenloser Rat rund um die Uhr: Palliativ-Beratungsdienst stellt sich vor

Stadthagen/Landkreis (sk). Auf große Resonanz ist am Mittwoch eine Informationsveranstaltung des neu gegründeten Palliativ-Beratungsdienstes (APD) gestoßen. Pflegedienste, Ärzte, Schwestern, Seelsorger, Hospizler - 70 Angehörige von Berufen, die schwer leidenden, sterbenden, oft von Schmerzen betroffenen Menschen helfen, kamenins Kreishaus, um sich über Arbeit und Idee des Beratungsdienstes zu informieren. Unter anderem waren Vertreter aller drei Krankenhäuser anwesend.

veröffentlicht am 29.09.2006 um 00:00 Uhr

Voll belegter Sitzungssaal: Ernst Kastning (l.) begrüßt den neue

Der Beratungsdienst ist eine Initiative des Runden Tisches "Integrierte Versorgung in Palliativmedizin und Hospizarbeit", initiiert und geleitet vom Meerbecker Mediziner Friedhelm Henze (wir berichteten). In der Versorgung schwerstkranker Menschen ohne Aussicht auf Heilung besteht laut APD-Konzeption eine Unterversorgung. Oft werden diese Patienten - obwohl dies keine ideale Lösung ist - in ein Krankenhaus oder Pflegeheim gebracht, wo sie ihre letzten Stunden, Tage oder Wochen verbringen. Der APD will helfen, damit diesen Menschen zu Hause geholfen werden kann - und nicht nur diesen, sondern allen Schmerzpatienten. 24 Stunden am Tag kann der Beratungsdienst von Betroffenen und Angehörigen, Pflegediensten, niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern kostenlos in Anspruch genommen werden - und zwar ab dem 1. Oktober unter der Telefonnummer (0176) 51440789. Das Büro des APD eröffnet am 7. Oktober an der Echternstraße in Stadthagen. Henze und seine ehrenamtlichen Mitstreiter freuen sich, dass sich mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ein Träger für den in weiten Teilen ehrenamtlich arbeitenden APD gefunden hat. "Wir strengen uns an, mit Bordmitteln den Start zu gewährleisten", so der AWO-Kreisvorsitzende Ernst Kastning im Sitzungssaal des Kreishauses. Der Beratungsdienst stehe mit seiner Arbeit am Anfang. Es bleibe die spannende Frage, wie die Sache laufen werde. Kastning plagten diesbezüglich wenige Sorgen. Henze sei "dafür bekannt, dass er weiß, was er will".

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare