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Zusammenarbeit mit Rinteln und Oldendorf

Kooperation soll Tourismus stärken

Rehren (la). Die Gemeinde Auetal will den Tourismus fördern. Sie hat daher eine Kooperationsvereinbarung mit den Städten Rinteln und Hessisch Oldendorf getroffen, die bereits über touristische Grundstrukturen verfügen, auf die die Gemeinde Auetal zurückgreifen möchte. "Wir werden im kommenden Jahr Basisarbeit leisten und Tourismusdaten zusammentragen. Nach der Start- beziehungsweise Integrationsphase, können wir dann ab 2010 auf Augenhöhe mit den anderen Kommunen zusammenarbeiten", sagte Bürgermeister Thomas Priemer während der jüngsten Ratssitz ung.

veröffentlicht am 27.09.2008 um 00:00 Uhr

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Die Arbeiten soll ein qualifiziertes Büro übernehmen. Die dafür ermittelten Kosten für die Gemeinde Auetal und den Flecken Aerzen, der sich ebenfalls an der interkommunalen Zusammenarbeit beteiligen möchte, liegen bei rund 60 000 Euro. Beide Gemeinden hoffen auf Fördermittel aus dem Leader-Projekt. Regionalmanager Heiko Wiebusch wird umgehend einen Leader-Antrag stellen, um die Fördergelder zu sichern. 42 Prozent könnten aus dem Leader-Topf und 21 Prozent aus den Mitteln der Landkreise Schaumburg und Hameln-Pyrmont fließen. "Wir erhalten so die Chance, die gesamte Basisarbeit als EU-Leader-Projekt mitfinanziert zu bekommen", so Priemer. Die Kooperationspartner wollen in allen Bereichen des Tourismus eng zusammen arbeiten. Zunächst soll die Kooperationsvereinbarung für vier Jahre getroffen werden. "Wir müssen dafür 15 000 Euro pro Jahr bezahlen. Investitionen müssen sich aber rechnen. Da im Auetal zu wenig Strukturen für Tourismus vorhanden sind, rechnet sich diese Investition für uns nicht", sagte Torben Sven Schmidt (CDU) während der Ratssitzung. "Auch jeder Tagestourist bringt Geld. Wir sollten den Tourismus in professionelle Hände geben, neue Wege gehen und die Chance nutzen", meinte dagegen Hans-Jürgen Bethge (SPD). "Es gibt im Auetal ausreichend Potential. Es muss nur genutzt werden", sagte Siegbert Held (WGA). Er nannte als Beispiel die zahlreichen Reiterhöfe und Reitställe im Auetal. "Vielleicht sollten wir Reitwege anstelle von Radwegen bauen", regte Held an. Auch der Pilgerweg von Loccum nach Volkenroda, der durch das Auetal führt, sei eine Chance. "Wir müssen Mut zeigen", sagte Held. Bei drei Gegenstimmen aus der CDU-Fraktion stimmte der Auetaler Gemeinderat dann der Kooperationsvereinbarung zu.

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