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Bückeburger spielen in Kathedrale von Soissons / 2010 gibt's ein Wiedersehen

Konzertreise: Akkordeon-Orchester zeigt in Frankreich sein ganzes Können

Bückeburg/Soissons. Fünf Tage hat das Akkordeon-Orchester Bückeburg 1946 e.V. (AOB) in Frankreich verbracht, um dort eine Kostprobe seines Könnens in der Partnerstadt des Landkreises Schaumburg zu geben. Die 16 Orchestermitglieder und Dirigentin Mateja Zenzeroviæ folgten einer Einladung der französischen Partnerorchesters Société des accordéonistes Soisonnaise (SAS).

veröffentlicht am 26.05.2008 um 00:00 Uhr

Das Akkordeon-Orchester Bückeburg beeindruckt in der Kathedrale

Nach zwölfstündiger Busfahrt kamen die Akkordeonspieler gegen 19.30 Uhr in Soissons an. Anschließend wurde die Gruppe von Vertretern der Stadt Soissons zum "Willkommens-Cocktail" ins Rathaus begleitet. Dieter Plischki, Vorsitzender des Akkordeonorchesters übergab als Gastgeschenk ein Leinwandbild vom Orchester. Danach erfolgte die Verteilung auf die Gastfamilien. Am Tag darauf fuhr man zum "Maiglöckchenfest" nach Compiènge. Dort fand ein Umzug mit historischen Figuren, Tanzgruppen und Kapellen, mit Motivwagen und der "Maikönigin" statt. Man fühlte sich in die Karnevalszeit am Rosenmontag versetzt. Es wurden Konfetti und Bonbons in die Menge geworfen. Vor dem Probenraum des französischen Orchesters in Villeneuve Saint-Germain, wurde noch vor dem Abendessen ein deutsch französisches Freundschafts-Fußballspiel ausgetragen. Danach konnte nach Livemusik, von Musikern des französischen Orchesters, getanzt werden. Am folgenden Morgen stand die Besichtigung der Abtei von Vauclair auf dem Programm. Danach konnte jeder im Centerpark "Domaine du Lac DAilette" den Nachmittag genießen. Der Tag wurde im Restaurant "Gaston Labroche" durch ein 3-Gänge Menü abgeschlossen. Einen Tag später fuhr man zusammen zur Besichtigung der "Caverne du Dragon". Ein Steinbruch, von deutschen Soldaten im 1. Weltkrieg "Drachenhöhle" genannt. Ab Januar 1915 wurde er von deutschen Einheiten zu einer unterirdischen Kaserne ausgebaut. Von Mitte September bis Anfang November 1917 hielten sich Deutsche und Franzosen gleichzeitig in der Höhle auf, durch Mauern voneinander getrennt. Heute ist die Höhle ein Museum. Nach dem Nachmittag, an dem Dieter Plischki eine Kostprobe seiner Orgelspielkunst in der Kathedrale von Soissons an der großen Orgel zu Gehör brachte, wurde der Abend in der Abtei Saint-Léger der Akkordeonmusik gewidmet; während der Probe beider Orchester konnte sich die Musiker mit der herausragenden Akustik vertraut machen. Um 20.30 Uhr war es so weit, den Zuhörern in dem voll besetzten Kirchenschiff wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Eröffnet wurde das Konzert von der "Société des Accordéonistes Soissonnais" unter der Leitung von Claudine Pouette mit ausdrucksvollen Stücken, unter anderem ein von Yann Barthélémy arrangiertes Stück zum Film "Les Choristes" (Dies ist der Originaltitel zu "Die Kinder des Monsieur Mathieu"). Nach einer Pause begann das "Akkordeonorchester Bückeburg 1946 e.V." mit seinem Vortrag - etwa mit den vier Sätze der LArlésienne Suite II arrangiert von Ernest Guiraud und Wilhelm Diehl. Es folgte eine Fantasieüber "Parlez-moi damour" von Rudolf Würthner, "Music of Resurrection" von Wolfgang Kahl und "Washington Post" von John Philip Sousa. Auch Dirigentin Mateja Zenzeroviæ gab eine Kostprobe ihres großen Könnens auf ihrem Knopfakkordeon. Das Finale des Konzertes bildete ein Spiel beider Orchester von "Katinka", einem Czardas von Charles Demaele. Das gesamte Konzert wurde vom Publikum mit viel Applaus belohnt. Der Abschluss des Abends wurde an der ehemaligen Esse bei Familie Barthélémy mit einem großen Fest mit Essen und Musik verbracht. Am Sonntag war die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen, was den Franzosen genauso schwer fiel wie den Bückeburgern. Umarmungen, Tränen und herzliche Wünsche des Wiedersehens in 2010 wurden ausgetauscht.



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