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Rat der Stadt konstituiert sich / Merve Neumann-Tietzer neue Vize-Bürgermeisterin

Konsens und Kompromiss als Zauberworte

Stadthagen (ssr). In einer konfliktfreien, von freundlichen Tönen gekennzeichneten Sitzung hat sich gestern Abend der Rat der Stadt Stadthagen konstituiert. Ihm gehören 26 "alte Polithasen" und neun Neulinge an. Im Amt bestätigt wurde der Ratsvorsitzende Gerhard Tüting (SPD). Einstimmig wählte der Rat Merve Neumann-Tietzer (SPD) zur ersten stellvertretenden Bürgermeisterin.

veröffentlicht am 14.11.2006 um 00:00 Uhr

Hat Verstärkung: Bürgermeister Bernd Hellmann (v.r.) mit seinen

"Nur friedvolle Redebeiträge" registrierte Hermann-Uwe Voigt (BfS), der als Ratsältester vor zahlreichen Zuhörern die erste Phase der Sitzung leitete. Mit einem gekonnt in Versform gekleideten Arbeitsauftrag an die Ratspolitik für die Wahlperiode erntete der Senior viel Schmunzeln und Beifall. Zuvor hatten die Fraktionschefs Karsten Becker (SPD/FDP) und Gunter Feuerbach (CDU/BfS) in ausgeprägter Form Töne der Kompromissbereitschaft angeschlagen. Gerade in zentralen Fragen gelte es, eine hier seit vielen Jahren geübte politische Tradition fortzusetzen und zum Wohle der Stadt möglichst den Konsens zu suchen. Gleichwohl verpasste es Becker nicht, auf "die stabile SPD/FDP-Mehrheit" hinzuweisen. Nachdem er feierlich die für das Bürgermeisteramt vorgesehene Eidesformel - unter dem Zusatz "So wahr mir Gott helfe!" - gesprochen hatte, betonte Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) die Kooperationsbereitschaft der Verwaltung. Er wünschte sich für die Ratsarbeit der kommenden fünf Jahre Kreativität, Kompromissfähigkeit sowie Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen nach außen. Nachdem er seine kurze Rede mit einem aufmunternden "Auf geht's" beendet hatte, wurde ihm von allen Fraktionen freundlicher Beifall gespendet. Einmütig wählte der Rat als zweiten stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Rehrmann (CDU) und als dritte Vize Renate Jobst (FDP). An dieser Stelle gab es den einzigen kleinen Misston. Feuerbach missbilligte die Schaffung einer dritten Stellvertreterstelle aus koalitionstaktischen Gründen, wie er sagte. Dagegen verwahrte sich FDP-Fraktionschef Lothar Biege. Das gute Wahlergebnis der FDP rechtfertige diese Repräsentanz. Beruhigung trat ein, als Becker mitteilte, das sei ein kostenneutrales Modell, da Neumann-Tietzer auf einen entsprechenden Anteil ihrer Aufwandsentschädigung als erste Stellvertreterin verzichte.

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