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Auszeichnung für acht Schülerinnen der Johann-Comenius-Haupt- und Realschule

Kompetent und engagiert: Lesementorinnen

Hameln (eaw). „Was ihr geleistet habt, das ist ein Lichtpunkt in der Ländlichen Erwachsenenbildung“, lobte Walter Lehmann, Direktor des Landesbüros der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) aus Hannover. Acht Schülerinnen der Johann-Comenius-Haupt- und Realschule und ihre Eltern hatten sich fein gemacht, um auf einer Ausflugstour mit der Flotte Weser ihren „Kompetenznachweis Kultur“ verliehen zu bekommen. Ausgezeichnet wurden die Schülerinnen für ihr erfolgreiches Engagement bei der dritten Auflage des Projekts „Lesementoring“.

veröffentlicht am 08.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:41 Uhr

„In ihrer Freizeit haben sie acht Monate lang einmal pro Woche Grundschüler in die Welt der Bücher und des Lesens eingeführt“, erklärt Anett Köhler von der LEB-Geschäftsstelle Hameln. Dabei hätten sie ihren Unterricht weitgehend selbstständig vorbereitet und durchgeführt. Auch Schirmherrin Angelika Wüstenfeld-Schulz, Buchhändlerin in Emmerthal, und Olaf Manser von der unterstützenden Stadtsparkasse zeigten sich begeistert vom Einsatz der acht Lesementorinnen Kim-Jannika Wilpert, Jennifer Talinski, Miriam Helms, Virginie Sippach, Saskia Hilpert, Celina Eickenberg, Christine Klaus und Isabell Zerlmanowski.

„Die jungen Damen haben es geschickt verstanden, die Kleinen spielerisch und partnerschaftlich zum Lesen zu motivieren“, sagt Angelika Wüstenfeld-Schulz. Für die Vorsitzende der AG Weserbergland der LEB, Christa Übelacker, besteht die Hauptzielsetzung des 2004 im Nachklang zur ersten Pisa-Studie in Hannover entstandenen und dann landesweit durchgeführten Projektes vor allem darin, Leseanfängern eine „sinnvolle Alternative zum Fernseh-, Video- und Computerkonsum aufzuzeigen“.

Mit Erfolg, wie die 15-jährige Saskia berichtet: „Wir haben uns mit unseren Mentis am Anfang immer erst einmal lockergemacht, mit kleinen Bewegungsspielen angefangen, sind dann in die Schulbüchereien gegangen und haben uns persönliche Lieblingsbücher ausgesucht, mit denen wir dann gearbeitet haben.“ Dabei hätten die Mentoren („Mentis“), so Projektbegleiterin Katja Stöck von der LEB, auch selbst viel gelernt. „Etwa, dass es sich lohnt, Ausdauer zu zeigen und an einer Sache dranzubleiben,“ Für Lehrerin Kathrin Menzel von der Grundschule Kirchohsen ist Lesementoring eine willkommene Form der Leseförderung: „Es ist völlig freiwillig, sehr beliebt. Je weniger Mentoren aber da sind, desto weniger Kinder können mitmachen, und viele sind deshalb manchmal ganz traurig.“

Christa Übelacker hofft darauf, dass beim nächsten Lesementoring wieder Jungen dabei sind und dass die mit dem „Kompetenznachweis Kultur“ ausgezeichneten Jugendlichen durch das Mentoring einen Einstieg in ein ehrenamtliches Engagement finden.



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