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Bauausschuss empfiehlt Investitionen von mehr als einer Million Euro / Bedarf noch höher / Rat muss noch entscheiden

Kommune klotzt bei Kanälen

Samtgemeinde Lindhorst (gus). Mehr als eine Million Euro an Investitionen im Bereich Bauen plant die Samtgemeinde Lindhorst in 2012. Die Höhe der Investitionen ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass die Regen- und Schmutzwasserkanäle im Zuge der Bahnhofstraßensanierung erneuert werden müssen. Der Bauausschuss hat die Ausgaben durchgewunken, der Rat muss noch entscheiden.

veröffentlicht am 09.02.2012 um 23:14 Uhr

1,05 Millionen Euro betragen die Investitionen im Bereich Bauen. Nur rund 243 000 Euro bekommt die Kommune über Zuweisungen und Zuschüsse wieder herein. Den Rest muss die Samtgemeinde per Kreditaufnahme finanzieren.

251 500 Euro kostet laut Plan die Sanierung des Regenwasserkanals an der Bahnhofstraße. 78 000 Euro davon bezieht die Kommune über Zuschüsse und Zuweisungen. Weitere 183 500 Euro fallen für die Instandsetzung des Schmutzwasserkanals an. An Erstattungen für die Grundstücksanschlüsse nimmt die Kommune 65 300 Euro ein.

Abwasser und Regenwasser sind teure Angelegenheiten: Hinzu kommen im Bereich der Kanäle 29 000 Euro für unvorhersehbare Reparaturen und Kanalspülung. Für die eigenen Pumpwerke sind 37 000 Euro an Investitionen vorgesehen. Für 35 000 Euro soll ein Kanalkataster für die Gemeinde Beckedorf erstellt werden.

Weitere 190 000 Euro sind für die Unterhaltung der Kläranlage nötig, unter anderem 84 000 Euro zum Erneuern der Rechenanlage und 40 000 Euro für Betonsanierung. Die Rechenanlage filtert grobe, nicht verrottende Gegenstände wie „Q-tips“ und Damenbinden aus dem Klärwasser. Die Investitionen umfassen laut Fachbereichsleiter Wolfgang Fischer das absolut Notwendige, es gebe noch größeren Bedarf.

Die nötige Änderung des Flächennutzungsplans, unter anderem für den Feuerwehrhausbau in Heuerßen und möglicherweise für Windräder in Heuerßen, kostet etwa 105 000 Euro, wobei laut Plan 70 000 Euro an Kostenerstattung „durch Dritte“ in Aussicht stehen.

Ins Schwimmbad müssen 10 500 Euro unter anderem in die Renovierung des Schwimmmeisterraums investiert werden. Auch im angrenzenden Wohnhaus herrscht Handlungsbedarf: 10 000 sollen in die Immobilie gesteckt werden. Insgesamt sind im Bereich Unterhaltung des Schwimmbads 20 000 Euro vorgesehen. 100 000 Euro stehen für Planungskosten für Feuerwehrhäuser im Etatentwurf. Auch im Bereich Feuerwehr ist zusätzlicher Bedarf.

Ralf Duhnsen (Grüne) sagte, dass die Kommune einen Ingenieur einstellen sollte, anstatt – wie in 2012 – 270 000 Euro für Ingenieurdienstleistungen auszugeben. Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther sagte, darüber sei in der Tat nachzudenken. Klaus Baxmann (SPD) warnte, es seien über einen Ingenieur hinaus noch einiges an Spezialgerät und PC-Software nötig. Jörg Windheim (CDU) verwies auf die dann zusätzliche Haftbarkeit der Kommune.



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