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Ortsbürgermeister tritt noch einmal an / Axel Wohlgemuth soll die Ortschaft im Stadtrat vertreten

Kommunalwahl: Weichenstellung der Cammeruner Christdemokraten

Cammer (bus). Die Cammeruner CDU hat die Weichen für die im September bevorstehenden Kommunalwahlen gestellt. Platz eins auf der Ortsliste nimmt - wie allgemein erwartet - der amtierende Ortsbürgermeister Friedrich Rösener ein. Rösener hatte im Vorfeld zwar erklärt, für den Stadtrat nicht mehr zur Verfügung zu stehen, ein erneutes Engagement auf lokalpolitischer Ebene aber nicht explizit ausgeschlossen. "Ich stehe für Cammer noch einmal für fünf Jahre zur Verfügung", ließ der 74-Jährige während der Kandidatenvorstellung keine Zweifel an der Fortsetzung seiner Karriere aufkommen.

veröffentlicht am 22.05.2006 um 00:00 Uhr

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Rösener hatte bei den Kommunalwahlen 2001 die "Alleinherrschaft" in Cammer nur denkbar knapp verfehlt. Von den insgesamt 1084 gültigen Stimmen (CDU: 719, SPD: 322, UWG: 43) gingen 531 auf sein Konto. Die Sozialdemokraten waren vor fünf Jahren auf 31 Prozent (minus zwölf) eingeknickt und hatten eine Schlappe ihres Spitzenkandidaten konzedieren müssen; bei der CDU wurden 65 Prozentpunkte (plus acht) bejubelt. Mit dem Zugpferd Rösener an der Spitze eroberten die Christdemokraten vier der fünf Sitze des Lokalparlaments. Eine vergleichbare Sitzverteilung strebt die CDU auch in diesem Jahr an. Rösener ist unterdessen bestrebt, der Konzentration auf seine Person keinen weiteren Vorschub zu leisten. "Ich werde die Bürger auffordern, die Stimmen zu verteilen", erklärte er unmissverständlich. Hintergrund dieser Aussage ist die Installierung von Axel Wohlgemuth (36) als zukünftigem Vertreter der Cammeruner im Bückeburger Stadtrat. Der Abteilungsleiter im Bereich Forschungsförderung der Universität Bielefeld besetzt auf der örtlichen CDU-Liste den zweiten Rang. 2001 hatten die anderen drei christdemokratischen Kandidaten (Heinrich Hattendorf: 67, Horst-Dieter Heine: 49, Maic Schillack: 72)überschaubare Resultate erzielt. Als einen der Trümpfe seines Unterfangens nannte der Ortsbürgermeister die Gewinnung von (inklusive Wohlgemuth) vier neuen Kandidaten. Sebastian Lohmeyer (23), Gerhard Meyer (46) und Jörn-Christian Prange (38) komplettieren - einem in der Cammeruner CDU üblichen Brauch folgend - die Liste nach alphabetischer Reihenfolge. Hattendorf und Schillack reihen sich der traditionellen Vorgabe entsprechend ein. Heine verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Trotz aller parteipolitischer Finessen legt der Bürgermeister wert auf die Feststellung, dass Cammer "ein harmonisches Dorf" sei. "Wir sind kein Brennpunkt politischer Auseinandersetzungen", unterstrich Rösener. Cammer solle als schönster Vorort Bückeburgs weiterhin ausgeschmückt werden. Pikante Randnotiz der Kandidatenvorstellung: Thorwald Hey, der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands, hatte als anerkennende Worte für die örtlichen Christdemokraten lediglich parat, dass "Cammer der Ort mit der meisten Luft zwischen den Häusern" sei. Ebenfalls bemerkenswert: Auf der offiziellen Internetseite der Ortschaft (www.cammer-schaumburg.de) ist der Wahlkampf bereits im Februar eröffnet worden. Seinerzeit teilte Rösener in der unter "Cammer-News" zu findenden Dorfumschau mit: "Ich bin glücklich, dass ich, außer meinen Ortsratsmitgliedern Heinrich Hattendorf, Maic Schillack und Horst-Dieter Heine, zusätzlich noch fünf junge CDU-Bürger zur Mitarbeit für Cammer und Bückeburg gewonnen habe. ...Wir treffen uns jeden 2. Dienstag im Monat zum gemeinsamen Gespräch im Dorfgemeinschaftshaus. Ich würde mich freuen, wenn sich die Gruppe noch vergrößert!" Andere Parteien sind auf der Seite nicht zu finden. Bildunterschrift: Jörn-Christian Prange (von links), Sebastian Lohmeyer, Axel Wohlgemuth, Heinrich Hattendorf und Friedrich Rösener stehen auf der Liste der Cammeruner CDU. Rechts: Thorwald Hey.

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