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Planer erhöhen die Schlagzahl / Minden in ein bis zwei Jahren am Ende / Minister bei Ortstermin

Kommt der Container-Hafen schon 2010?

Bückeburg / Minden (bus). Das am Mittellandkanal jenseits von Cammer geplante Container-Terminal entsteht womöglich wesentlich früher als bislang bekannt. "Wir müssen vor 2012 fertig sein", gab Hafen-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hansch während eines Besuchs von NRW-Bau- und Verkehrsminister Oliver Wittke in Minden zu verstehen. Hansch prognostizierte, am derzeitigen Standort "in ein, zwei Jahren am Ende" zu sein. Es wäre von großem Vorteil, wenn das in der Domstadt als "Regioport Weser in der Stadt Minden" bezeichnete Vorhaben bereits 2010/2011 an den Start gehen könnte.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 15:54 Uhr

Im derzeitigen Mindener Container-Hafen wird es eng. Die Betreib

In den bisheröffentlich gemachten Planungen wurde durchgängig 2012, das Jahr der projektierten Fertigstellung des Neubaus der Mindener Schachtschleuse, als Eröffnungstermin genannt. Hansch unterfütterte die Erhöhung der Schlagzahl mit aktuellen Umschlagzahlen. "Der Vergleich der Monate Juni 2006 und Juni 2007 belegt einen Anstieg von 2500 auf 3600 Containereinheiten", erläuterte der Geschäftsführer die rasante Entwicklung. Parallel zu den Terminal-Planungen ist in der vergangenen Woche ein Pilotprojekt auf den Weg gebracht worden, das die Zusammenarbeit der Mittellandhäfen Preußisch Oldendorf, Lübbecke, Espelkamp, Minden und Bückeburg-Berenbusch zum Ziel hat. Die von allen Beteiligten befürwortete Kooperation soll nach Hanschs Angaben die Stärken und Spezialitäten der einzelnen Standorte wertneutral und ohne Konkurrenzdenken zusammenführen. "Auf lange Sicht könnten Vermarktung sowie Kunden- und Auftragswerbung unter einem Dach zusammengefasst werden", malte der Geschäftsführer grenzübergreifende Zukunftspläne aus. Über die Rolle der Mindener in der über die Landesgrenzen hinwegreichenden Interessengemeinschaft ließ der Experte keinerlei Zweifel aufkommen: "Wir sind auf Container spezialisiert; wir können nichts anderes." Wittke kündigte an, dass Minden im fortgeschriebenen NRW-Hafenkonzept ein eigenes Kapitel gewidmet sein wird. Was unter anderem einen vereinfachten Zugang zu Fördergeldern mit sich bringe. Der Minister unterstrich die Wichtigkeit der Wertschöpfung vor Ort. Mit dem reinen Umschlag von Gütern sei es nicht getan. Als Beispiel führte er den Duisburger Hafen an, wo jüngst eine Automobilwerkstatt mit 400 Mitarbeitern entstanden ist. Friedel Pörtner und Dr. Joachim Runkel, die die niedersächsischen Interessen vertraten, bekundeten ihre grundsätzlich Zustimmung zum Regioport. Allerdings bedürfe der zu erwartende automobile Schwerlastverkehr einer besonderen Regelung, äußerten die Landtagsabgeordneten deckungsgleich. In diesem Punkterhielten sie Unterstützung von Stephan Böhme. Der Bürgermeister von Porta Westfalica forderte - "bei allem Verständnis für die Mindener Aufbruchstimmung" - ein die zusätzlichen Lkw-Ströme berücksichtigendes Verkehrskonzept ein. Schon jetzt nähmen rund 80 Prozent der Lastwagen den Weg durch die westfälische Pforte. Als Alternativen blieben lediglich die Zufahrt zur Autobahn in Bad Eilsen und die Route über den Kleinenbremer Pass. "Die Nachricht ist angekommen", unterstrich Minister Wittke.

NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (von rechts), Hafen GmbH-Gesc
  • NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (von rechts), Hafen GmbH-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hansch und MdL Friedel Pörtner nehmen den Mindener Container-Hafen von Bord eines Schiffes aus in Augenschein. Foto: bus


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