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Container-Terminal erneut im Ortsrat

Können den Hafen nicht wegdiskutieren

Cammer (bus). Die in Päpinghausen samt Gewerbe- und Industriegebiet geplante Errichtung eines Container-Terminals hat erneut den Cammeruner Ortsrat beschäftigt. Angesichts der großpolitischen Wetterlage - das Projekt bekommt Rückenwind aus Hannover und Düsseldorf - und des am 11. Juni von der Bezirksregierung Detmold gefassten Beschlusses zur Änderung des Regionalplanes lautete das Fazit von Ortsbürgermeister Friedrich Rösener: "Wir können den Hafen nicht mehr wegdiskutieren."

veröffentlicht am 18.06.2007 um 00:00 Uhr

Baubereichsleiter Karlheinz Soppe unterstrich, dass das Vorhaben "momentan noch ziemlich viel Spekulation" enthalte. Es könne erst diskutiert werden, wenn die Unterlagen komplett zur Verfügung stünden. Martina Hücker mahnte an, die anstehenden Untersuchungen "ganz genau" und möglichst in Zusammenarbeit mit dem Landkreis zu verfolgen. Die Lokalpolitiker votierten für eine gemeinsame Sitzung der Ortsräte Cammer,Meinsen-Warber, Evesen und Scheie, während der im August die Thematik bestimmender Tagesordnungspunkt sein soll. Unabhängig vom Terminalbau, durch den die Cammeruner insbesondere auch eine enorme Zunahme des Schwerlastverkehrs befürchten, richtete der Ortsrat den Blick auf die aktuell durch die Ortschaft fahrenden Brummis. Die Durchsetzung der von den Lokalpolitikern angestrebten Beschränkung wird sich nach derEinschätzung von Soppe "sehr schwierig" gestalten. Ein Lkw-Verbot auf Kreisstraßen sei "nicht ohne weiteres möglich". Der Baubereichsleiter kündigte eine in wenigen Wochen bevorstehende Verkehrszählung durch den Landkreis an. Im Anschluss an deren Auswertung könne das Thema ebenfalls in die Tagesordnung der gemeinsamen Sitzung aufgenommen werden.



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