weather-image
24°
60 Jugendliche sorgen für poppige Klänge

"König David" bereitet allen großen Spaß

Stadthagen (dis). Eine stattliche Interessentenschar hatte sich am Sonnabendnachmittag in der St.- Martini-Kirche eingefunden, um die Premiere von Thomas Rieglers Kindermusical "König David" anzuschauen. Dafür gab es eine üppige Belohnung, denn die Aufführung bereitete großen Spaß.

veröffentlicht am 24.06.2008 um 00:00 Uhr

Himmel hilf - der Anblick des Giganten lässt die Israeliten zunä

Einfühlsam und zugleich energisch angespornt von Stefan Disselkamp machten rund 60 Kinder und Jugendliche zwischen sechs bis 15 Jahren unter der Spielleitung Kantor Christian Richters das Stück durch poppigen Gesang, engagiertes Spiel und die anfeuernde "König-David-Band" in hübschen Kulissen und Kostümen zu einem richtigen Ereignis. Es ging um die Geschichte des Hirtenjungen David, der von Gott überraschend zum König auserkoren wird. Geschickt besiegt er zwar den Riesen Goliat und ist in Sachen Sänger und Harfenist erfolgreich, begeht aber als Majestät einen schlimmen Fehler: Er verliebt sich in Batseba, die Frau eines seiner Soldaten, die sogar ein Kind von ihm erwartet, was David zu vertuschen versucht, indem er den Ehemann in den Tod befördert. Um diese Gestalten, Prophet Samuel, König Saul, einer Menge Israeliten, Philister und anderer Typen schmiedet Riegler sein spannendes Werk. Sind die Figuren in der Bibel bereits vital, werden sie hier in Wort und Ton noch mehr emotionalisiert, wozu nicht zuletzt die zündende, jedermann sofort ins Ohr gehende Musik beiträgt. Sie changiert gekonnt zwischen rhythmischem Drive, Action, Schwung und ein klein wenig Andächtigkeit. Zum Klingen gebracht wurde die durch Disselkamp und Richter liebevoll erarbeitete Melange von einem wahrhaft inspirierten Ensemble. Dieses setzte sich aus eifrig mitgehenden Chören, besagter tollen zehnköpfigen Band und tüchtigen Solisten zusammen, unter denen Paula Richter im Titelpart hervortrat. Der einzige Erwachsene, Pastor Wolf-Peter Koech, mischte als auftrumpfender Goliat auch eine ganze Menge mit. Anzufügen wäre, dass die fleißigen Darsteller und Instrumentalisten dank ausgetüftelter Ton- und Beleuchtungsregie (Hartmut Spier und André Wiebe) immer ins rechte Licht gerückt wurden und die Texte verständlich rüberkamen. Im Übrigen hatten viele Eltern und weitere Helfer Anteil an diesem kräftig beklatschten musikalischen Fest.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare