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Nach zehn Jahren in der Knochenmarkdatei ist der Bückeburger Thomas Hoch "der richtige Mann"

Knochenmark geht an einen 43-jährigen Australier

Bückeburg (rc). Vor zehn Jahren hatte sich der Bückeburger Thomas Hoch (46) in der Deutschen Knochenspenderdatei (DKMS) registieren lassen. Ende Dezember vergangenen Jahres erreichte ihn ein Brief, dass er als Spender in Betracht kommt.

veröffentlicht am 19.05.2007 um 00:00 Uhr

Nach zehn Jahren in der Knochenspenderdatei wurde der Bückeburge

Neben einem Fragebogen, der auszufüllen war, bedurfte es nur noch einer Blutentnahme zur Bestätigungsanalyse, die schon eine Woche später durchgeführt wurde. Anfang März wurde ihm schließlich bestätigt, dass er "der richtige Mann" sei und er sich zur Generaluntersuchung in der zuständigen Entnahmeklinik in Hameln einfinden möge. Als ihm hier ein hervorragender medizinischer Allgemeinzustand attestiert wurde, stand einer Entnahme zwei Wochen später nichts im Weg. Nach den Belangen des Patienten richtet es sich, ob - wie in 80 Prozent der Fälle - lediglich eine periphere Stammzellenentnahme notwendig ist. Diese Entnahme wird ambulant durchgeführt und dauert drei bis vier Stunden. Seltener erforderlich ist dagegen eine Knochenmarkentnahme aus dem Beckenknochen. Diese aber war für den 43-jährigen Australier erforderlich, dem Hoch sein Knochenmark spenden sollte. Thomas Hoch musste sich daher im Krankenhaus an der Weser in Hameln einfinden. Nach einem Kurzcheck und einigen Tests war es am nächsten Morgen soweit: Unter Narkose wurde ihm in 40 Minuten die begehrte Substanz entnommen und sofort per Flugkurier auf den Weg nach Australien gebracht. Den Tag - zur Beobachtung und Ruhe gedacht - nutzte er bereits fünf Stunden später für einen Spaziergang in Hameln. Am Folgetag, dem Tag seiner Entlassung, darauf angesprochen, wie es ihm geht, konstantierte er: "Alles bestens!" Der Bückeburger wird zunächst anonym über den Genesungserfolg des Empfängers unterrichtet. "Mir liegt viel daran, über die Möglichkeit der Knochenmarkspende zu informieren", sagte Hoch. "Weltweit sind erst elf Millionen Menschen als potenzielle Spender registriert; nicht mal ein Prozent sind bislang als tatsächliche Spender in Frage gekommen." So wurde die 10 000. Spende für Deutschland erst im September 2006 bekannt gegeben, so die DKMS. Weitere Informationen im Internet unter www.dkms.de



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