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Standplätze sind nach 50 Minuten ausverkauft

„Klüngel“ bleibt in der Erfolgsspur

Nach 50 Minuten ausverkauft: Erneut mehr als 200 Stände an der Kleinenbremer Straße. Stellplätze für den „Lütgenbremer Klüngel“ gehen fast so schnell weg wie Karten für ein Konzert der Rolling Stones.

veröffentlicht am 03.05.2018 um 11:29 Uhr

Die Backgruppe des Heimatvereins serviert Brot und Kuchen, beides frisch aus dem Ofen im Backhaus. Foto: ly

„Innerhalb von 50 Minuten waren 200 Standflächen verkauft“, berichtet Rainer Besser, der den Großflohmarkt zusammen mit Christina Wagner für den TuS Kleinenbremen organisiert. Mehr als drei Stunden lang hatten die Ersten draußen vor der Tür im Regen gewartet, bis die Verkaufsstelle in der Grundschule öffnete.

Am Sonntag, 6. Mai, geht die Erfolgsgeschichte weiter. Zum zehnten Mal ist dann „Klüngel“ an der Kleinenbremer Straße - ein Jubiläum. Geöffnet ist von 9 bis 18 Uhr. An den Ständen gibt es alte Sachen vom Speicher und aus dem Keller, jedoch keine Neuware. Der Erlös ist für den Erhalt der örtlichen Sporthalle bestimmt.

Mit einem Mahl- und Backtag beteiligt sich der Heimatverein Kleinenbremen. Außerdem sorgen die Heimatfreunde für Musik. Im Rahmen der „Sonntagskonzerte“ des Portaner Stadtkulturrings treten ab 15 Uhr im Wechsel der Jugendsingkreis Porta Westfalica und der Spielmannszug Wülpke auf. Gut vorbereitet ist auch das Backteam des Heimatvereins. Die Bäcker Klaus Lindemeier und Friedrich Meier haben bereits am Mittwoch begonnen, den Doppelofen „Fridolin“ im Meierhof-Backhaus neben der Grundschule anzuheizen. Dies ist nötig, damit die Steinöfen nicht reißen und das Brot gelingt.

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Woher das Mehl für den Brot- und Kuchenteig kommt, zeigen die Hobby-Müller des Heimatvereins. In der mehr als 200 Jahre alten Mönkhoffschen Wassermühle wird das Getreide mithilfe einer durch Wasserkraft angetriebenen Turbine gemahlen.

Außerdem gibt es am Stand des Heimatvereins Informationen zum Tourismus in Kleinenbremen und der Region. Für das leibliche Wohl wird auch in den Räumen der Betreuung neben der Schule gesorgt, wo eine Caféteria aufgebaut ist.

Auf dem Flohmarkt werden nach dem jetzigen Stand 218 Stände aufgebaut sein - Verzehrbuden und Stellflächen für die Freiwillige Feuerwehr Kleinenbremen-Wülpke mitgerechnet. Damit ist die Grenze erreicht. „Mehr Stände sind aufgrund der Infrastruktur nicht möglich“, erklärt Rainer Besser. „Außerdem muss das Flair erhalten bleiben, die familiäre Atmosphäre“, fügt Jürgen Neuber vom Vorstand des TuS Kleinenbremen hinzu.

Verbessern lässt sich kaum noch etwas am Klüngel. „Warum sollten wir etwas ändern, was so gut läuft?“, so Kassierer Neuber. Er könnte sich höchstens noch einen zweiten Getränkestand vorstellen, damit speziell die Aussteller kürzere Wege haben, wenn sie ihren Durst löschen wollen. Schriftführerin Iris Bahr möchte, dass sich der TuS in Zukunft stärker präsentiert, vielleicht mit einem Torwandschießen. Neuber hätte nicht erwartet, dass die Veranstaltung ein so großer Erfolg werden würde. „Der Klüngel hat einen Namen“, stellt Iris Bahr fest. Und wie lange soll es den Großflohmarkt noch geben? „So lange, wie wir dürfen“, antwortet Rainer Besser. ly



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