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Mehrkosten durch statische Verstärkungen / Jugendheim in den Ferien ausgebucht

Kloster: Ausbau mit elf nagelneuen Zimmern fast termingerecht fertig

Möllenbeck (who). Mit rund 9500 Belegungen im abgelaufenen Jahr ist das Jugendheim im Kloster Möllenbeck eine echte Größe im Rintelner Beherbergungs- und Tourismuswesen. Mit dem Ausbau des Ostflügels als vorläufig letztem großem Projekt ist neue Kapazität für weiteres Wachstum geschaffen worden.

veröffentlicht am 27.12.2007 um 00:00 Uhr

Blick in den sanierten Flur des Ostflügels. Foto: Trompeter

Die elf neuen Zimmer im Obergeschoss lassen eine Erweiterung der Bettenzahl um 30 auf jetzt maximal 100 zu. So erklärt Pastor Roland Trompeter als Klosterhausherr und Bauleiter von Berufung. Seit Anfang der 80-er Jahre und gleich nach seiner Ordination im Jahr 1979 hat er maßgeblich den Ausbau des Gebäudes vorangetrieben, dessen 1111. Gründungsjahr vor wenigen Monaten gefeiert worden ist. Am 28. Dezember 2005 war der Bewilligungsbescheid vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium in Hannover für die Gesamtmaßnahme Sanierung des Ostflügel-Obergeschosses erteilt worden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 300 000 Euro und werden zur Hälfte aus EU-Mitteln aufgebracht. Die Finanzierung der übrigen 150 000 Euro teilen sich der Landkreis Schaumburg einerseits sowie die Stadt Rinteln und die reformierte Kirche andererseits. Trotz einiger Hindernisse ist das Vorhaben bis Weihnachten termingerecht fertig geworden. Zurzeit müssen die Türen aber noch geschlossen bleiben, erklärt Trompeter. Hauptgrund: Die frisch geölten neuen Dielen auf den Gängen müssen noch einige Tage trocknen. Sichtbar ist dagegen bereits seit einiger Zeit der neue aus Sandstein gemauerte Aufgang zum Ostflügel, der auf Planungen aus dem Jahr 1947 zurückgeht. Die Türgestaltung entspricht dem Vorbild aus dem Jahr 1900. Darüber hinaus ist zu erkennen, dass die Fenster und Dachrinnen des Obergeschosses erneuert sind. Sämtliche neuen Zimmer sind mit eigenen Sanitäreinrichtungen ausgestattet. Dazu kommen die eigene Großküche, Abstell-, Aufenthalts- sowie Technikräume. Über ein Jahr sei über den Brandschutz sowie denkmalpflegerische Belange diskutiert worden, bis am 26. März dieses Jahres die Baugenehmigung erteilt worden sei, fährt Pastor Trompeter fort. Trotz großer Schwierigkeiten bei der Ausschreibung und weiteren zusätzlichen Forderungen seitens des Brandschutzes, der Denkmalpflege und des Bauamts Rinteln habe der Fertigstellungstermin technisch pünktlich zu Weihnachten bis auf geringe Nachbesserungsarbeiten abgeschlossen werden können. Trompeter dazu: "Das war nur möglich, weil mit allen Behörden und Firmen im Laufe der Maßnahme eine vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit hergestellt werden konnte." Durch die zusätzlichen behördlichen Auflagen wie für den Einbau statischer Verstärkungen seien erhebliche Mehrkosten, die aber mit Hilfe der Stadt Rinteln, des Landes Niedersachsen und der reformierten Kirche aufgefangen werden konnten. Jetzt sei noch ein letztes Problem zu lösen bei der Finanzierung der Inneneinrichtung, da sich im Laufe der Verhandlungen und Planungen die Förderrichtlinien geändert hätten.

Restaurierte Schriften an den Wänden im Obergeschoss. Darunter A
  • Restaurierte Schriften an den Wänden im Obergeschoss. Darunter Auszüge aus Psalm 133 in Hebräisch sowie eine Passage aus Jesus Sirach, Kapitel 39 nach der Lutherbibel von 1534.


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