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Fanclubchef Rennekamp zu Trainer, van der Vaart und Chancen

"Klinsmann scheitert beim FCB - Meister wird nur unser HSV"

Obernkirchen. Schon fast Tradition hat das Interview mit Uwe Rennekamp zum Saisonabschluss. Der Vorsitzende des Obernkirchener HSV-Fanclubs "Blauer Stern Schaumburg" stellte sich den Fragen von Frank Westermann.

veröffentlicht am 24.05.2008 um 00:00 Uhr

Uwe Rennekamp

Martin Jol passt perfekt zum Anforderungsprofil eines HSV-Trainers. Er lässt offensiv spielen, entwickelt junge Fußballer und ist ein harter Hund. Oder? Die Zeit wird es zeigen, ob er mit unserem HSV Erfolg haben wird oder nicht. Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass Martin Jol einen guten Job machen wird und unseren HSV in der Spitzengruppe der 1. Fußball-Bundesliga und in Europa etablieren wird. Man sollte ihn in Ruhe arbeiten lassen und nicht bei jeder Entscheidung, die er trifft, mit unseren ehemaligen Erfolgstrainer Huub Stevens vergleichen. Rafael van der Vaart hat sich noch nicht festgelegt. Er ist manchmal genial und manchmal ein echter Störfaktor. Sollte er bleiben? Rafael van der Vaart als Störfaktor zu bezeichnen ist, Entschuldigung, totaler Schwachsinn. Dieser Spieler gehört neben Diego und Ribery zu den drei besten Spielern der Bundesliga. Und alle Fußball-Fans sollten sich freuen, dass ein Spieler seines Kalibers in Deutschland Fußball spielt. Es ist Woche für Woche ein Genuss, diesem Spieler zuzuschauen, auch wenn er in der Rückrunde eine kleinere Durststrecke überwinden musste. Das Problem ist: Sollte er im Jahre 2009 wechseln, könnte unser HSV keine große Kasse mehr machen, da er für eine geringe festgeschriebene Ablösesumme wechseln könnte. Aus sportlicher Sicht gesehen, sollte man ihn behalten. Aus finanzieller Sicht gesehen muss der Vorstand abwägen, was für unseren HSV besser ist. Das Beste wäre, Rafael van der Vaart bekennt sich öffentlich weiter zu unserem HSV, vergisst das große Geld der europäischen Topclubs, verlängert seinen Vertrag bei einem der traditionsreichsten Clubs des deutschen und europäischen Fußballs, nämlich unserem HSV, und führt als Mannschaftskapitän unseren HSV im nächsten Jahr zur Deutschen Meisterschaft - und macht sich in Hamburg unsterblich. Wo sollte sich der HSV verstärken? Und durch wen? Sollten alle jetzigen Leistungsträger unserem HSV erhalten bleiben, steht die Abwehr sowie das defensive und offensive Mittelfeld. Verstärken sollte man sich vor allem im Angriff. Hier wäre es gut, wenn wir zwei spielstarke und vor allem torgefährliche Spieler verpflichten könnten. Spieler dieses Kalibers gibt es natürlich nicht wie Sand am Meer und kosten auch ihren Preis. Man muss schauen, was finanziell machbar ist. Spielt der HSV um die ersten drei Plätze mit? Bleiben uns die jetzigen Leistungsträger erhalten und verpflichtet man noch den einen oder anderen Topstürmer, werden wir mit Sicherheit um die ersten drei Plätze mitspielen, wenn nicht sogar noch mehr. Wer wird denn Meister? Nur der HSV. Das Projekt Klinsmann beim FC Bayern wird nicht funktionieren. Haben Sie sich irgendwann in der Rückrunde gefragt, warum Sie das alles machen? Auf diese Frage müsste ich eigentlich mit einer Gegenfrage antworten: Warum sollte ich mich das gefragt haben? Unser HSV stand vor anderthalb Jahren mit dem Rücken zur Wand und spielte gegen den Abstieg. Man rettete sich und erreichte sogar noch den UI-Cup, über den UI-Cup qualifizierte man sich für den UEFA-Pokal. In der 1. Fußball-Bundesliga spielte man eine fantastische Hinrunde, im UEFA-Pokal kam man locker durch die Gruppenphase bis ins Achtelfinale und zeigte auch im DFB-Pokal tolle Spiele. Das Einzige, was man bemängeln musste, ist, dass man in der Rückrunde in einigen Spielen den kämpferischenEinsatz, die Dynamik und Schnelligkeit im Spiel vermissen ließ. Mit dem 7:0 gegen den KSC haben wir noch ein tolles Saisonfinale erleben dürfen und uns wieder für den internationalen Wettbewerb qualifiziert. Ich habe mir also niemals die Frage gestellt, warum ich oder wir das alles machen.



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