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Landtagsabgeordneter Joachim Runkel verspricht: Land investiert zehn Millionen in Bad Nenndorf

Klinikumbau kommt - "ohne Vorbehalt"

Bad Nenndorf (rwe). Der Umbau der Rheumaklinik kommt. Das versprechen der CDU-Landtagsabgeordnete Joachim Runkel und Staatsbad-Prokurist Erhard Steege. Die dafür vorgesehenen zehn Millionen Euro sind nach ihren Worten vom Finanzministerium zugesagt. Im kommenden Sommer beginnen demnach zunächst die Arbeiten im Moorbadehaus, Anfang 2008 soll in der Klinik der erste Spatenstich für den Um- und Ausbau folgen.

veröffentlicht am 31.03.2007 um 00:00 Uhr

Verwaltungsdirektor Erhard Steege und CDU-Landtagsabgeordneter J

Spannende Zeiten sieht Runkel auf die Kurstadt zukommen. Und das nicht nur durch den Verkauf des Wincklerbades (wir berichteten gestern). Auch das Land nehme viel Geld in die Hand, betonte der CDU-Politiker. Los geht es im Sommer mit dem Umbau des Moorbadehauses. Nach Worten Erhard Steeges, Verwaltungsdirektor der Rheumaklinik, wird die Schlammabgabe nach unten in die erste Etage ziehen. In das dann freie Stockwerk darüber zieht spätestens bis zum zweiten Quartal 2008 das Fitness-Studio "MediFit", nur der Ergometer- und der Gruppenraum bleiben am alten Ort bis der geplante Neubau an der Bahnhofstraße steht. Denn in dem ist die "Therapiehalle" geplant. Die sollen nicht nur die Patienten nutzen, sondern auch die Gäste der Fitnesskurse. Doch das alles ist Zukunftsmusik, vermutlich erst im Sommer 2009 wäre alles fertig, auch die Glasbrücke zwischen Klinik und Moorbadehaus, die laut Steege "aus rein wirtschaftlichen Gründen" gebaut wird. Er rechnet mit 18 Monaten Bauzeit. In dem Zug wird das so genannte Gartenhaus abgerissen und neu aufgebaut, um dort 27 Zimmer für Privatpatienten einzurichten. In einer ersten Planung sollte der Trakt stehen bleiben. Steege: "Doch ein behindertengerechter Ausbau wäre kaum möglich und fast genau so teuer." Obwohl angebaut wird, schrumpft die Bettenzahl von insgesamt 227 auf 210. Die Arbeitsabläufe werden nach Worten Steeges komprimiert und modernisiert. Er geht davon aus, dass die Klinik so noch mehr Klienten gewinnen kann, vor allem im ambulanten Bereich. Die stationäre Auslastung liege mit 72 000 Pflegetagen jährlich bei mehr als 90 Prozent, freut sich Steege. Allerdings: "Das Preis niveau ist nicht befriedigend." Auch Runkel verspricht sich einen Schub für das Haus und die Kurstadt insgesamt. Es gebe ein Interesse des Landes an der Attraktivität Bad Nenndorfs. Die Zusage sei "ohne Vorbehalt", betont er. Voraussetzung sei aber, dass der beabsichtigte Um- und Ausbau rechtlich möglich ist. Das ist er nach dem derzeitigen Bebauungsplan nicht. Zwar hat der Bauausschuss der Stadt dasÄnderungsverfahren auf den Weg gebracht, doch die Ratspolitiker koppeln eine endgültige Zustimmung zum Anbau und zur Glasbrücke an ein Entgegenkommen in Hannover in anderen Fragen. So soll das Land die Kosten für die Ölsanierung hinter dem Haus Kassel übernehmen, die reparturbedürftige Poststraße sanieren und sich am Bau der Parkplätze beteiligen. Runkel begegnet diesen Forderungen sehr zurückhaltend. Er empfiehlt, die Punkte nicht miteinander zu verquicken, sondern "nach und nach abzuarbeiten". Das Land sei kompromissbereit und werde sich wie bei den Parkplätzen an die geschlossenen Verträge halten. Die Stadt dürfte die Investition in die Rheumaklinik als Vertrauensbeweis werten, meint Runkel. Die Ausgabe sei bei der derzeitigen Finanzsituation nicht selbstverständlich. Nicht nur dafür habe er sich im Finanzministerium stark gemacht, fügt der Abgeordnete hinzu, sondern auch für die baldige Fortsetzung der Gespräche mit Vertretern der Stadt.

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