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Bauausschuss nimmt Entwurf einstimmig an und erinnert das Land an seine Pflichten

Klinik-Umbau: Klares Ja zur Glasbrücke

So soll eines Tages die Südansicht in Richtung Bahnhof aussehen: Die Glasbrücke verbindet in 6,50 Metern Höhe den geplanten Neubau der Rheuma-Klinik (l.) mit dem Schlammbadehaus. Grafik: pr. Bad Nenndorf (rwe). Der geplante Umbau der Rheuma-Klinik des Staatsbades ist näher gerückt. Der Bauausschuss der Stadt hat der Änderung des Bebauungsplans "Wilhelmstraße" zugestimmt und damit auch dem Entwurf für den Anbau und die umstrittene Glasbrücke über der Bahnhofstraße. Allerdings erwarten die Politiker nun vom Land mehr Entgegenkommen bei anderen Streitthemen.

veröffentlicht am 13.03.2007 um 00:00 Uhr

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Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Als es am Ende um den Entwurf für den Klinik-Anbau und die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes ging, hoben alle neun Mitglieder die Hand. Damit gab der Ausschuss auch ein einstimmiges Votum für die bis dato eher argwöhnisch betrachtete Glasbrücke ab. Bernhard Kampen erinnerte eingangs dran, dass der Entwurf bereits einmal ausgelegen hatte, damals noch ohne die Glasbrücke, die den geplanten Anbau mit dem Schlammbadehaus verbindet. Das Land habe darum gebeten, nochmals mit der Brücke in das Verfahren zu gehen. Dem hatte der Verwaltungsausschuss im Dezember zugestimmt - allerdings nur, wenn sich beide Seiten auchüber den Anbau einig werden. Der erste Entwurf eines schlichten, gelb verputzten Hauses war bei den örtlichen Politikern durchgefallen. "Lieblos" nannte WGN-Ratsherr Frank Steen den damaligen Vorschlag aus dem Staatshochbauamt. Weitaus besser gefallen ihm und den anderen Mitgliedern die neuen Zeichnungen vom Architekturbüro BKSP aus Hannover. Die von vielen Fenstern aufgelockerte Fassade wird in hellen Pastelltönen gehalten, die Brücke in 6,50 Metern Höhe ist aus Stahl und Glas. Die Gestaltung wird textlich im Bebauungsplan und über einen städtebaulichen Vertrag festgelegt, ergänzte Kampen. Die städtischen Politiker waren sich einig, dass das Land eine Rückbauverpflichtung für die Brücke übernehmen muss und auch im Fall eines Verkaufs der Klinik dafür gegenüber der Stadt verantwortlich bleibt. Darüber hinaus erwarten die Fraktionen ein Entgegenkommen in anderen Fragen. CDU-Fraktionssprecherin Ellen Hültenschmidt nannte die Ölverschmutzung hinter dem Haus Kassel oder den gemeinsamen Bau der Parkplätze. "Auch wenn wir wissen, dass sich das im Vertrag nicht verknüpfen lässt." Frank Steensprach bei dem Entwurf von einem klaren Fortschritt gegenüber den alten Vorschlägen. Er sieht keine Bedenken, die Brücke bereichere die Kurstadt. Für Andreas Fedler (FDP) zählt das "Gesamtpaket". Mit der Zustimmung verliere die Stadt auch ein Druckmittel in den Verhandlungen mit dem Land, das die Klinik für etwa acht Millionen Euro modernisieren will. Die Forderungen der Stadt will Volker Busse, Sprecher der Gruppe SPD/WGL, noch vor dem Ratsbeschluss in etwa zwei Monaten erfüllt sehen. Er listete noch einmal auf, an welchen Punkten das Land seinen Pflichten aus der Teilkommunalisierung des Staatsbades nicht nachkomme. Es müsse sich bewegen bei der Ölsanierung, solle sich zur Parkstraße äußern und akzeptieren, dass die Stadt über den Standort des neuen Parkplatzes am Kurpark entscheide. Stadtdirektor Bernd Reese erinnerte im Zuge der Debatte um die Glasbrücke ebenfalls an den Gesprächsbedarf mit dem Finanzministerium: Den gebe es zu den Pläne zum Wincklerbad, zur Heilmittelförderung, zur Landgrafentherme und den Tennisplätzen. "Das ist alles sehr umfangreich und sicher nicht in einem Termin abzuhandeln." Er sagte aber zu, aus allen Punkten einPaket zu formen, das beiden Seiten hilft.



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