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Klinik-Clown-Projekt im Kreiskrankenhaus Hameln

Wann haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, eigentlich das letzte Mal mit Ihrem Nachbarn gesprochen? Das ist schon ein, zwei Wochen her? Dann sollten Sie unbedingt weiterlesen, denn vielleicht haben Sie etwas Interessantes verpasst, das sich direkt hinter Ihrem Gartenzaun ereignet hat. Hier finden Sie kleinere und größere Geschichten, über die in der Schule, im Verein oder eben in der Nachbarschaft gesprochen wird. Sie haben selbst etwas Besonderes erlebt oder gesehen? Dann rufen Sie an (05151/200414), schicken eine E-Mail (c.koch@dewezet.de) oder einen Brief (Dewezet-Redaktion, Osterstraße 15-19, 31785 Hameln). Oder werden Sie selbst zum Reporter: Unter www.wesio.de können Sie Ihre Bilder, Texte oder Videos direkt ins Internet stellen.

veröffentlicht am 30.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 15:21 Uhr

Wenn Lotta mit ihrem Porsche durch die Kinderklinik des Kreiskrankenhauses Hameln düst, verkrümeln sich die Schmerzen, und alle Kinderherzen schlagen höher. Jeden zweiten Freitag besucht „Clownin“ Lotta die Kinderstation, um die kleinen Patienten zum Lachen zu bringen und mit ihnen zu zaubern. „Die Kleinen sind glücklich, wenn Lotta kommt“, weiß Dr. Philipp von Blanckenburg. Der Chefarzt der Kinderklinik hofft, dass Lotta, die wohltuende Medizin ohne Nebenwirkungen, den kleinen Patienten noch recht lange verabreicht werden kann. Spenden für dieses Projekt seien deshalb jederzeit willkommen. Eine kleine Finanzspritze haben Mitarbeiter des Krankenhauses bei ihrem Betriebsfest mit 212 Euro „aufgezogen“. Mit weiteren 1289 Euro tragen „Schlafmünzen“ zur Fortsetzung des Projekts bei. Das Geld war gesammelt worden im Rahmen einer großen „Schlafmünzenaktion“. Die Bürgerstiftung Weserbergland hatte dafür in den Geschäftsstellen der Sparkasse Weserbergland Sammelbehälter für alte schlummernde DM-Münzen aufgestellt. Beide Beträge kommen dem Klinik-Clown-Projekt zugute, und auch ein elektronisches Stethoskop wurde angeschafft. „Wir freuen uns, dass wir helfen konnten, denn Kinder liegen uns sehr am Herzen“, betonte Friedrich-Wilhelm Kaup, Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung, bei der Spendenübergabe. Über das Clown-Projekt „Clinic-Clowns Hannover“ freuen sich nicht nur die Kinder: Auch die Eltern sind begeistert. „Lotta ist ein Segen für die Kinder. Hoffentlich geht das Projekt nicht den Bach runter“, betont Ramona Wehrmann, Mutter der elfjährigen Jacqueline.

Als der Rest der Besatzung des Patenbootes „Hameln“ vom 5. Minensuchgeschwader in einem Bus der Bundeswehr ihren Heimweg vom Besuch in Hameln Richtung Kiel antrat, durften drei Mitglieder der Marinekameradschaft Hameln sie begleiten. Die Besatzung des Patenbootes war in der Woche zuvor zu Besuch in Hameln, um 20 Jahre Patenschaft mit der Stadt und der MK zu feiern und auch noch bei Ausbesserungsarbeiten an der „Pluto“ (Heimschiff der MK Hameln) zu helfen. Nun ging es zurück, weil das HL-Boot „Hameln“ in der Peene-Werft Wolgast erwartet wurde, um Umbauten durchzuführen. Durch die Kieler Bucht ging es Richtung Rügen durch die Ostsee. Am Abend lag die „Hameln“ in der Bucht bei Binz vor Anker, am nächsten Morgen nahm man in der Peene-Mündung einen Lotsen an Bord und erreichte pünktlich gegen Mittag die Brücke, die sich nur zweimal am Tag öffnet. Nachdem die durchquert war, legte das Schiff direkt in der Werft an. Das Patenboot bleibt jetzt bis Dezember wegen dort.

Mit einem gut besuchten Benefiz-Abend startete die Stiftung „Zum Heiligen“ Kreuz“ ihre Herbst-Aktivitäten – diesmal wegen des Flügels im Haus der Kirche am Pferdemarkt. Bei einem Glas Pineau bot sich den Besuchern eine abwechslungsreiche Zeitreise aus szenischen Lesungen und Klaviermusik aus dem Leben des Komponisten Frédéric Chopin und der Schriftstellerin George Sand. Manfred Unruh, Vorsitzender des Kulturvereins Groß Ilsede und Bruder des Stiftungsvorstands und Organisators Roland Unruh , verkörperte Chopin, Karin Müller aus Peine schlüpfte in die Rolle der emanzipierten Lebensgefährtin Chopins, und die Pianistin Kerstin Gartung-Gouda aus Ölsburg kommentierte am Flügel virtuos das wildbewegte Leben der beiden mit Kompositionen Chopins. Superintendent i. R. Horst Walz vom Kuratorium der Stiftung dankte Künstlern, Organisatoren und Besuchern für ihre Unterstützung der Stiftungsarbeit für das Integrationsprojekt „Elternschule –Lernen lernen“ an der Klütschule, die Seniorenbetreuung „Kirche kümmert sich“ im Stadtviertel und die Erhaltung der Pfarrstelle an der Kreuzkirche. Die nächste Stiftungs-Veranstaltung ist ein Benefiz-Essen am 5. November um 19.30 Uhr im Breckehof mit Altlandesbischof Dr. Horst Hirschler.

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Viel Beifall gab’s für diese Darstellung aus dem Leben des Komponisten Frédéric Chopin und der Schriftstellerin George Sand.

Weil die Stadt Hameln bekanntermaßen ziemlich klamm ist, sind die Mitglieder des Ortsrates Hilligsfeld selbst aktiv geworden: Sie haben in Eigenleistung und mit eigenen Mitteln auf dem Friedhof einen Weg angelegt. Dort, wo sich jetzt gefahrlos gehen lässt, hatten vorher vor allem ältere Hilligsfelder Mühe, die Grabstellen zu erreichen. Und die vorhandene Grünfläche war durch Maulwürfe nahezu unpassierbar geworden.

Als kürzlich eine Gruppe von Sozialdemokraten aus Tündern mit Freunden und Bekannten eine Wochenendtour nach Bamberg unternahm, war der Besuch des wuchtigen Doms über den Zinnen der Stadt für die Reisenden aus dem Weserdorf nicht nur touristisches Pflichtprogramm, sondern geradezu eine Ehrensache. Dort, in einem von Tilman Riemenschneider geschaffenen Hochgrab, ruhen nämlich die Gebeine von Kaiser Heinrich II. und seiner Gattin Kunigunde. Dieser Kaiser war es, der Tündern im Jahre 1004 in einer Urkunde (es ging um Ländereien des Klosters Kemnade) namentlich „aus der Taufe“ hob, damals noch mit der Bezeichnung „Tundirum“. Grund genug also für traditionsbewusste Tünderaner, am ehrwürdigen Ort einige Minuten sinnierend zu verweilen. Vor fünf Jahren war das 1000-jährige Bestehen des Dorfes groß gefeiert worden; mit einem Riesen-Festumzug, in dem das Kaiserpaar darstellungsmäßig natürlich nicht fehlen durfte.

Da staunten die Geschwister Jessica (10) und Verena Obenhaus (7) aus Hope nicht schlecht, als sie sich einen Apfel vom Baum ihres Opas pflücken wollten: Da hing doch tatsächlich ein „siamesischer“ Apfel. Schnell hob Jessica ihre kleine Schwester hoch, sodass kurze Zeit später das seltsam zusammengewachsene Apfelpaar bestaunt werden konnte. Beide Mädchen waren sich darin einig, dass dieser Apfel, der sich einen Stiel teilt, aber über zwei Blüten verfügt, ein Fall für die Zeitung ist.CK

Auf den Spuren der Vergangenheit: die Sozialdemokraten aus Tündern.

Foto: hjm



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