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Interfraktioneller Arbeitskreis soll in Samtgemeinde Nienstädt an die Arbeit gehen / Initiative von Friedrich Deventer

Klimawandel und Ozonloch: "Es gilt weiter zu denken"

Samtgemeinde Nienstädt (jl). Ein Arbeitskreis mit einem bedeutenderen Thema als DSL -nämlich Klimawandel - könnte in der Samtgemeinde Nienstädt bald an den Start gehen. Das örtliche Gegensteuern gegen Ozonloch und andere Auswüchse geht auf eine Initiative des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Friedrich Deventer, zurück.

veröffentlicht am 07.12.2007 um 00:00 Uhr

Den Antrag hatte Deventer bereits im Mai dieses Jahres im Werksausschuss gestellt. Damals war das Thema an die Fraktionen verwiesen worden, wo es bis jetzt offenkundig geschlummert hat. Das stellte sich auf Nachfrage des Antragstellers in der jüngsten Sitzung des Ausschusses heraus. Während Ausschussvorsitzender Adolf Neitsch (SPD) wie bereits in der früheren Sitzung Skepsis zeigte, weil die Samtgemeindewerke zurzeit nicht in der Lage seien, energiesparende Maßnahmen zu finanzieren, sahen die anderen Ausschussmitglieder die Sache anders. Eckhard Ilsemann (SPD) betonte, dass die Behandlung des Themas Klimawandel nicht warten dürfe, bis die Samtgemeindewerke genügend Geld erwirtschaftet hätten. Ausschussmitglied und CDU-Fraktionschef Karlheinz Volksdorf möchte jedenfalls "in dem interfraktionellen Arbeitskreis mitarbeiten". Gerhard Widddel (SPD) vermutet allein in seiner Gemeinde Nienstädt in deren eigenen Gebäudenein sehr großes Einsparpotenzial. Heinz David (CDU) zeigte mit einer fast philosophischen Bemerkung auf, dass es nicht nur um technische Maßnahmen geht: "Es geht nicht nur darum, ein Dach (für eine Solaranlage) zu finden. Es gilt, weiter zu denken." Damit kommt er den Ansinnen Deventers sehr, sehr nahe. Dieser hat ein Gemeinde übergreifendes Bündnis im Sinn, das Konzepte gegen den übermäßigen Verbrauch von Primärenergie und für die Reduzierung von Kohlendioxyd- Emissionen in der Samtgemeinde entwickelt, weil diese Faktoren als die Hauptverursacher des Klimawandels gelten. In der früheren Sitzung waren als Möglichkeiten die Vernetzung von Blockheizkraftwerken, der Bau von Hackschnitzelheizungen sowie andere Techniken genannt worden, die die Samtgemeinde in der Energieversorgung autonomer und umweltschonender machen sollen. Deventer hat nicht nur den öffentlichen, sondern auch den privaten Sektor im Auge. Die Bürger sollen unmittelbar von der Ideenschmiede profitieren. Diese hat laut Antragsteller auch die Pflicht, Anregungen und Modelle, die es zum Teil schon anderswo gibt, an die Bürger weiterzureichen.



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