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Auch städtische Gebäude brauchen ab 2008 einen Energieausweise

Klimaschutz im Immobilien-Alltag: Keine Wärme soll verloren gehen!

Rinteln (wm). Im April 2007 hat die Bundesregierung eine neue Energieeinsparverordnung beschlossen, ab 2008 sollen damit schrittweise alle Gebäude einen Energieausweis erhalten. Insbesondere auf die Städte und Gemeinden, aber auch auf private Immobilienbesitzer kommen damit Kosten zu. Denn anders als bei Autos oder Haushaltsgeräten wissen Eigentümer, Käufer oder Mieter von Wohnungen und Häusern nur wenig über deren Energiebedarf.

veröffentlicht am 06.06.2007 um 00:00 Uhr

Mit der Wärmebildkamera können die energetischen Schwachstellen

Für rund 40 Objekte muss die Stadt Rinteln Energieausweise ausstellen, dazu kommen 17 Häuser der Gemeinnützigen Verwaltungs- und Siedlungsgesellschaft (GVS). Deren Chef, Jürgen Peterson, schätzt die Kosten für die Erstellung der Energiepässe für die städtischen Gebäude wie Gebäude der GVSauf rund 28 000 Euro. Große Probleme, so Peterson, seien nicht zu erwarten, denn bis auf fünf öffentliche Gebäude seien in allen anderen die Heizungen modernisiert, die alten fünf würden voraussichtlich noch in diesem Jahr ausgetauscht. Außerdem habe die Stadt wie die GVS in den letzten Jahren laufend in Gebäudesanierung investiert und Schulen wie Kindergärten mit neuen Fenstern und einer verbessere Wärmedämmung ausgestattet. Überrascht, so Peterson, habe ihn, dass die Gleichung "altes Haus gleich Energieschleuder" keineswegs immer zutrifft. Das Bürgerhaus beispielsweise, das man daraufhin schon überprüft habe, glänze mit guten Werten. Ewald Sebening, Chef der gleichnamigen Firma für Immobilien, Grundstücks- und Hausverwaltungen in Rinteln sieht in den Energiepässen auch keine unüberwindliche Hürde. Einen ersten Energiepass für ein Haus am Behringweg habe er schon vor sich liegen - mit erfreulichem Ergebnis: "Wir sind besser als 100 Prozent." Das liege daran, dass das Haus verklinkert ist, bereits eine neue Heizungsanlage hat. Sebening geht davon aus, dass Unternehmen, die Heizkostenabrechnungen erstellen und damit den größten Teil des Energiebedarfs eines Hauses erfassen, auch die Energieausweise ausstellen. Und die Energieausweise sind nicht nur für Hausbesitzer, sondern auch für Mieter interessant, lässt sich doch danach abschätzen, wie hoch die Nebenkosten für die Heizung im Jahr sein werden. Der Energieausweis würde damit auf dem Immobilienmarkt zu einem Instrument für mehr Transparenz werden.



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