weather-image
15°

Klimaschutz

Klimaschutz beim Einkaufen und Essen – da können Sie schon mal anfangen. Denn Äpfel aus Neuseeland und Steaks aus Argentinien mögen zwar schmecken – sie belasten allerdings die Umwelt aufgrund der langen Transportwege stärker als regionale Produkte. Zu weit gereisten, stark verarbeiteten und aufwendig verpackten Lebensmitteln werden auf Märkten und in Geschäften zahlreiche Alternativen angeboten. Meistens sind die Produkte aus der Region sogar gesünder und schmackhafter.

veröffentlicht am 09.10.2009 um 16:48 Uhr
aktualisiert am 12.10.2009 um 13:39 Uhr

Klimaschutz fängt beim Essen an: mit Salat aus heimischen Gefild

Regionales Obst und Gemüse à la Saison: Ob Äpfel, Birnen oder Rhabarber, Feldsalat, Grünkohl oder Spargel – eine reichhaltige Palette an heimischem Obst und Gemüse sorgt für tägliche Abwechslung auf dem Speiseplan. Direktvermarkter und Landwirte bieten häufig Waren aus eigenem Anbau an und zwar zur passenden Erntezeit. Frische Früchte von Baum, Strauch und Feld, die nicht unreif geerntet werden und keine weiten Transportwege hinter sich haben, schmecken besser und enthalten mehr gesunde Inhaltsstoffe. Auch in punkto Frische und schonender Verarbeitung hat heimische Freilandware gegenüber Tiefkühl- und Treibhauskost die Nase vorn. Produkte aus dem Gewächshaus schädigen die Umwelt bis zu 30 Mal mehr mit schädlichem Kohlendioxid als Freilandgemüse. Auch Lebensmittel aus der Gefriertruhe sind wegen ihres permanenten Bedarfs an Kühlung erhebliche Klimakiller.

Weniger Fleisch ist mehr: Die Produktion eines Kilos Rindfleisch verursacht 13 Kilogramm Kohlendioxid. Bei der Erzeugung eines Kilos Gemüse, beispielsweise eiweißreicher Bohnen, werden dagegen nur 150 Gramm des Treibhausgases freigesetzt. Auch Obst schneidet mit 500 Gramm CO2 je geerntetem Kilo wesentlich besser ab. Wer seinen Fleischverzehr auf den Sonntagsbraten reduziert, tut deshalb etwas Gesundes für sich und fürs Klima.

Bio is(s)t gesünder

Das ganze Jahr über werden im Handel Waren aus aller Welt feilgeboten. Erkauft wird das ständig verfügbare Schlaraffenland durch lange Transportwege. Prinzessböhnchen aus Kenia etwa finden nur per Flugzeug den Weg zum hiesigen Gemüsestand. Der Transport durch die Luft schadet dem Klima jedoch 80 Mal mehr als eine Beförderung per Schiff und 300 Mal mehr als der inländische Transport heimischer Erzeugnisse. Auch Bio is(s)t gesünder: Im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft verbrauchen Bio-Bauern nur ein Drittel an fossiler Energie und verzichten auf Dünger und Pflanzenschutz.

Regionale Produkte vor importierter Ware Essen Sie gern Klima?

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare