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Was kostet das Feld tatsächlich? Angebot für nicht organisierte Jugendliche / Ersparnis durch vorhandenen Untergrund

Kleinspielfeld: Mehrheit plädiert für den Standort Evesen

Evesen (bus). Die Mehrheitsgruppe des Stadtrats ist während eines Ortstermins am Sportzentrum Evesen übereingekommen, für die Errichtung eines Kleinspielfeldes ebendort zu plädieren. Das ursprünglich durch eine Offerte des Deutschen Fußballbundes (DFB ) angestoßene Projekt soll voraussichtlich im Frühjahr 2009 in Angriff genommen werden. In Evesen ging es in erster Linie darum, einen Überblick über die örtlichen Gegebenheiten zu erhalten und die am 31. Oktober ablaufende Frist der Fördermöglichkeit durch den Kreissportbund (KSB) wahren zu können.

veröffentlicht am 17.09.2008 um 00:00 Uhr

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Anders als das DFB-Modell, um das sich der VfR Evesen (letztlich vergebens) bemüht hatte und welches hauptsächlich fußballerische Aspekte berücksichtigte, soll die jetzt favorisierte Variante möglichst viele Sportarten gestatten. "Hauptziel ist es, ein Angebot für nicht organisierte Jugendliche zu schaffen", betonte Gruppen-Chef Bernd Insinger. Gleichwohl müssten dem VfR, der Grundschule Evesen und dem Kindergarten Petzen feste Zugriffszeiten zugesichert werden. "Für uns wäre das eine tolle Sache", teilte Peter Möse der Gruppe mit. Der stellvertretende Vorsitzende des VfR berichtete über Jugendliche aus Bückeburg, die regelmäßig zum Fußballspielen nach Evesen kommen - "weil in der Kernstadt alle Plätze verschlossen sind und hier alles offen ist". Möse machte den Politikern den Standort auf dem früheren Handball- und Tennisfeld nicht zuletzt durch den hier vorhandenen Tartan-Untergrund schmackhaft. Der Belag erübrige die Schaffung eines teuren Unterbaus und vereinfache die Aufbringung der benötigten Kork- und Kunstrasenschicht. Fachanbieter kalkulierten pro Quadratmeter etwa 250 Euro, erläuterte der VfR-Vize, was bei einer Fläche von insgesamt 800 Quadratmetern nach Möses (und von den Politikern akzeptierten) Rechnung summa summarum 20 000 Euro ausmache. Die Summe entspricht ziemlich exakt den Vorstellungen der städtischen Haushaltsverwalter, hat nur den Fehler, dass es ihr an einer Null mangelt. Nach Adam Riese macht 250 mal 800 nämlich 200 000. Der womöglich 10 000 Euro erfordernde Rest könnte über den KSB, Sponsoren und Eigenleistungen des Vereins bestritten werden. Falls nicht, wie beim Bau des neuen VfR-Sportheims, unvorhergesehene Umstände den Errichtern ins Handwerk pfuschen. Dem Heim, auch das erfuhren die Politiker, mangelt es derzeit an einer adäquaten Stromversorgung. Weil die Kapazität der Stromleitung nicht ausreicht, muss in den Duschkabinen der Schiedsrichter auf heißes Wasser verzichtet werden. "Das werden wir aber in den Griff bekommen", kündigte Reinhard Luhmann an. Der Gruppenangehörige und Betriebsratsvorsitzende des Versorgers "E.on" stellte die Finanzierung eines stärkeren Kabels durch seine Firma in Aussicht. Und für die Aushebung des erforderlichen 140 Meter langen Grabens und die ebenfalls unumgängliche Überholung des wohl drei Jahrzehnte alten Schalterschranks werde sich auch eine Lösung finden. "Zur Not werde ich den Graben selbst ausbaggern", stellte Luhmann in Aussicht.

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