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OB Griese: Keine Einschränkung der Kleingartenflächen auch bei wachsendem Baubedarf

Kleingarten als sozialer Treffpunkt

Hameln. Bei der Mitgliederversammlung vom Bezirksverband der Hamelner Kleingärtner konnte der stellvertretende Vorsitzende Willi Pientok neben Oberbürgermeister Claudio Griese noch weitere Politiker begrüßen, wie Michael Vietz, MdB, und Gerhard Paschwitz von der CDU, Hans Wilhelm Güsgen von der FDP, Wilfried Binder, Ralf Wilde, Dorothee Hönke und Katja Schütte von der SPD, den Präsidenten des LNG, Joachim Roemer sowie Angelika Binder vom Taubblindenheim in Fischbeck.

veröffentlicht am 10.03.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 16:02 Uhr

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Aus Termingründen wurden die Grußworte der Gäste vorgezogen. Oberbürgermeister Claudio Griese sprach von der langen Tradition und der Wichtigkeit der Kleingärtner in den Städten. „Die Kolonien sind nicht nur ein großer Teil der grünen Lunge, sondern es geht auch um Sozialverhalten und gelebte Demokratie in einer sehr unterschiedlichen Gemeinschaft.“ Nachfolgenden Generationen die Natur auf verschiedenen Ebenen, wie beispielsweise mit Schulgärten, verständlich nahezubringen, sei wichtig. Er dankte für die oft nicht einfache ehrenamtliche Arbeit, welche Jahr für Jahr geleistet wird. Ein Artikel in der Tageszeitung hatte die Kleingärtner irritiert. Griese stellte richtig, dass die Stadt zwar Bauland suche, aber die Kleingartenanlagen nicht betroffen seien. Dieses sei in dem Zeitungsbericht nicht klar dargestellt worden. Michael Vietz erklärte, dass Kleingärtner die Keimzellen der Gesellschaft, der Demokratie und für soziales Miteinander seien. Er stellte die Frage: „Was hält das Land zusammen?“ Und gab auch gleich eine Antwort: „Das Ehrenamt und die Kleingärtner gehören unbedingt dazu, denn Kleingärtner sind überhaupt nicht, wie so oft behauptet, spießig.“

Der Präsident des Landesverbandes der Kleingärtner, Joachim Roemer, dankte den Gartenfreunden für ihre Arbeit in den Vereinen. Er betonte, wie wichtig ihre Arbeit für das Sozialwesen sei und kritisierte, dass dies erst sehr spät von der Politik anerkannt worden sei. Kleingartenvereine, so behauptete er, seien feste Orte der Emigration, denn durch die unterschiedlichsten Arbeiten im KG und gemeinsame Hobbys können soziale Kontakte mit Kindern, Flüchtlingen und unter den Generationen entstehen und gepflegt werden. Aber auch die Kontakte mit Kommunen und Städten sollten weiter gestärkt werden und nebenbei sollten die Verantwortlichen auch das Gärtnern nicht vergessen.

Über die Aktivitäten des BV im vergangenen Jahr berichtete der Vorsitzende Wolfgang Schünemann. Im März gab es einen Rosenvortrag von Hartmut Brinkmann. Herr Böhm von der Stadt Hameln klärte die Gartenfreunde über die neuen Vorschriften auf den Spielplätzen in den Kolonien auf. Vom Landesverband gab es ein Seminar für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit Burkhard Balkenhol. Der Kassenwart hatte mitten im Jahr sein Amt niedergelegt. Diese Tatsache forderte viel Zeit und Engagement vom stellvertretenden Kassenwart Günter Pöhler und vom Vorsitzenden Wolfgang Schünemann. Es wurden einige Gespräche mit der Stadt Hameln geführt. Auch Probleme in den Vereinen konnten mit vielen einvernehmlich gelöst werden. Ein Schulgarten wurde in diesem Jahr an die IGS übergeben.

Brunhild Kühl berichtete über erfolgte Lehrgänge, Begehungen in den einzelnen Vereinen und Vorträge zu verschiedenen Themen. Außerdem stellte sie Bücher von Diplomgärtner Dr. Adalbert Grieger vor, dessen Seminar über Pflanzenschutz die Fachberater besucht hatten. Eigentlich sollte ein Film über Glyphosat auf der Mitgliederversammlung gezeigt werden. Dieses war nicht möglich, da es sehr schwierig und zeitaufwendig ist, dafür eine Genehmigung zu bekommen. Andreas Berger erklärte noch die Änderungen in der Wertermittlung bezüglich vorhandener Koniferen in den Parzellen. Wiedergewählt wurden Wolfgang Schünemann als Vorsitzender und Roswitha Heese als Schriftführerin. Die Kasse haben Günter Pöhler und Norbert Schellhase übernommen. Somit ist der Vorstand des Bezirksverbandes Hameln der Kleingärtner wieder komplett. Zum Schluss bot der Gast Wilfried Binder den Fachberatern an, in der Linsingen-Kaserne, deren Einrichtungsleiter er ist, einen Vortrag zu halten.

V. li.: Willi Pientok, Gerhard Paschwitz, Wilfried Binder, Ralf Wilde, Hans Wilhelm Güsgen, Andreas Berger, Renate Eccles, Roswitha Hesse, Joachim Roemer, Brunhild Kühl und Wolfgang Schünemann.pr



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