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Wer Verwarnungsgeld nicht bezahlt, muss mit Einleitung eines Bußgeldverfahrens rechnen

Kleines Knöllchen kann sehr teuer werden

veröffentlicht am 28.03.2012 um 00:00 Uhr

Springe/Bad Münder. Wer bei einer kleinen Verkehrssünde ertappt wird und das Verwarnungsgeld nicht bezahlt, riskiert die automatische Einleitung eines Bußgeldverfahrens. Und das kann dann richtig teuer werden, weil zur Geldbuße nunmehr auch die behördlichen Verfahrenskosten hinzukommen. Darauf weist die Deutsche Anwaltshotline im Zusammenhang mit einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm hin (Az. III - 5 RBs 254/10).

Im vorliegenden Fall ging es um zunächst ganze 5 Euro, die ein Autofahrer wegen Parkens ohne gültigen Parkschein im Bereich eines Parkscheinautomaten zahlen sollte. Weil das Verwarnungsgeld aber nicht überwiesen wurde, leitete die Behörde ein Bußgeldverfahren ein, das mit einem Bescheid über die ursprünglichen 5 Euro plus weitere 23,50 Euro für die Kosten des Verfahrens und behördliche Auslagen endete. Eine Summe, die der Betroffene allerdings nicht zahlen wollte. Er habe – entgegen einem Hinweiszettel an seinem Scheibenwischer – überhaupt keine Verwarnung erhalten, weshalb auch das anschließende Bußgeldverfahren unrechtmäßig sei.

Ein Trugschluss, wie die Richter betonten. Solange eine Verwarnung noch nicht durch Zahlung des Verwarnungsgeldes wirksam geworden sei, könne die Verwaltungsbehörde jederzeit ein Bußgeldverfahren einleiten. Die Gründe für die unterbliebene Zahlung des Verwarnungsgeldes sind dabei unwichtig – also auch, ob der Betroffene die ursprüngliche Verwarnung überhaupt erhalten hat oder nicht. Ist der anschließende Bußgeldbescheid wegen Nichtzahlung bereits ergangen, sind auch die zusätzlichen Kosten für dieses Verfahren zu tragen.



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