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WGA-Vorstand bemängelt Rehrener Hochwasserschutz, Straßenzustand und Schulwegsicherheit

"Kleine Projekte werden gar nicht angepackt"

Rehren (rnk). Unzufrieden sind Siegbert Held und Jürgen Menke mit dem Hochwasserschutz in Rehren, mit den dortigen Straßenzuständen und auch mit der Schulwegsicherheit. Bürgermeisterkandidat Held, zugleich Vorsitzender der WGA, kritisiert, dass zwar die großen Prestigeprojekt wie die Sanierung der Rehrener Straße oder der Bau der Bürgerbrücke verwirklicht würden, aber viele kleinere Projekt erst gar nicht begonnen würden.

veröffentlicht am 02.09.2006 um 00:00 Uhr

Gleiwitzer Straße: Die Teerdecke fehlt.

Beispiel eins finde sich im Bachweg. Dort war vor Jahren die Steinbeeke so heftigüber ihre Ufer getreten, dass weitere teile der dortigen Grundstücke unter Wasser standen. Die Gemeinde habe dann ganz schnell reagiert, erzählt Held, und ein freies Grundstück gekauft, um einen dort verlaufenden Graben, der in die Steinbeeke mündet, umleiten zu könne. Vorgesehen sei damals gewesen, den Graben in einem großen Bogen so zu verlegen, das er deutlich weiter unten, also in Richtung Borstel in die Beeke mündet - und so die Hochwassergefahr deutlich entschärft. Denn an der Einbiegung zur Ortheide ist quasi ein Treffpunkt aller Wasserleitungen: Die Steinbeeke, der Graben unddas Abwasser aus der "Ortheide" fließen hier auf wenigen Metern ein. Kommt noch der starke Dauerregen hinzu, läuft das Wasser schnell in die Keller. Der Kritikpunkt von Held: Nach dem Kauf des Grundstücks sei dann gar nichts mehr passiert - schneller Aktionismus ohne konkrete Ergebnisse. Beispiel zwei für Menke und Held: Die Gleiwitzer Straße, die noch keine Teerdecke hat. Das können Held und Menke nicht nachvollziehen, denn zum einen sind bis auf ein Grundstück alle bebaut, mit Schwerlastverkehr, der eine Straße wieder kaputt fahren würde, sei also nicht mehr zu rechnen, zum anderen hätten, so Menke, die Anwohner keine Einwände gegen eine neue Straße, für die sie 90 Prozent der Kosten zu tagen hätten. Held: "Woanders wehren sich die Anwohner mit Händen und Füßen gegen die Anliegerkosten, hier in Rehren ist dies nicht so - und nichts passiert." Großen Aufwand für die Herstellung einer ordentlichen Straße sieht er nicht: "Eine Woche, und dann ist das durch." Punkt drei der Rehrener-WGA-Mängelliste: die Schulwegsicherung in der Steinbeeke. Vor allem Menke befürchtet, dass dort für Schulkinder zu wenig Platz zum sicheren Laufen ist, vor allem, wenn sich ein Bus und ein Auto oder ein Trecker begegnen. Dann könnte es schnell zu Unfällen kommen, meint Menke und verweist auch auf eine andere Gefahr: Zwar ist der Bach durch ein Geländer gesichert, aber die Steinkanten darunter brechen an mehreren Stellen und haben Lücken: "Dort könnte ein Kind schnell in den Bach hineinfallen."

Steinbeeke: Hier müssen die Schulkinder lang. Held und Menke seh
  • Steinbeeke: Hier müssen die Schulkinder lang. Held und Menke sehen Gefahren. Fotos: rnk

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