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Serie "Schandflecke": Haus am Agnes-Nordmeier-Weg steht seit Jahresanfang leer

Kleidungsfabrik, Asylbewerberheim - und für die Zukunft keine Perspektive

Deckbergen (crs). Vor Jahrzehnten sind in dem Gebäude am Agnes-Nordmeier-Weg Bundeswehr-Klamotten und Parkas genäht worden, nach dem Umbau in den achtziger Jahren waren hier 16 Jahre lang bis zu 55 Asylbewerber untergebracht, seit Jahresbeginn steht die Immobilie leer - und eine Nachnutzung für das Gebäude mit rund 450 Quadratmetern Nutzfläche ist derzeit nicht in Sicht.

veröffentlicht am 18.09.2007 um 00:00 Uhr

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"Es gab einen konkreten Interessenten, aber der hat ganz kurzfristig einen Rückzieher gemacht", berichtet Dr. Dietmar Nolting vom Stand der Dinge - ein Familienmitglied des Rintelner Rechtsanwalts ist gemeinsam mit dem Immobilienmakler Edwin Sebening Eigentümer des Gebäudes. Ursächlich für den Rückzieher des Interessenten - "es ging um eine ruhige gewerbliche Nutzung, das wäre optimal gewesen" - seien auch Leserbrief-Beschwerden von Anwohnern zum Zustand des Grundstücks gewesen, sagt Nolting: Nicht zuletzt aufgrund befürchteter Querelen mit den Nachbarn sei der Interessent abgesprungen. Dabei räumt Nolting selber eine Panne ein: Das Grundstück sei tatsächlich sehr zugewuchert gewesen, die Eigentümer hätten allerdings schon Wochen zuvor entsprechende Arbeiten in Auftrag gegeben - "leider war der Auftragnehmer etwas schludrig, inzwischen ist hier aber was geschehen". Was in Zukunft in Sachen Vermarktung geschehen wird, ist hingegen ungewiss: "Mit dem freien Wohnungsmarkt ist das nicht zu vergleichen", spricht Nolting von einer sehr schwierigen Vermarktung des mit etwa 3500 Quadratmetern großen Grundstücks. Interessenten gebe es aktuell nicht, die Forderungen liegen "im Bereich von 100 000 Euro".



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